Neuer SRF Schweizer Film «Akte Grüninger» geht ins Kino

Datum
Kinostart: Freitag, 24. Januar 2014; Ausstrahlung: SRF 1, Frühjahr 2014
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Schweizer Radio und Fernsehen, die Zürcher Produktionsfirma C-Films AG und The Walt Disney Company (Switzerland) GmbH bringen den neuesten SRF Schweizer Film «Akte Grüninger» ins Kino. Am 23. Januar 2014, 17.30 Uhr, wird das historische Drama als Weltpremiere die 49. Solothurner Filmtage eröffnen, und tags darauf – am 24. Januar 2014 – in den deutschschweizer Kinos starten. Stefan Kurt übernahm die Rolle des tragischen Helden Paul Grüninger. Untersuchender Bundespolizist und Grüningers Kontrahent ist Robert Frei, gespielt von Max Simonischek. Regie führte Alain Gsponer («Rose», «Lila, Lila», «Der letzte Weynfeldt»).


Zum ersten Mal diente ein historischer Stoff als Grundlage für einen Fernsehfilm. Der Film erzählt vom St. Galler Polizeikommandanten Paul Grüninger, der kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges trotz schweizerischer Grenzsperre Hunderte von jüdischen Flüchtlingen in seinem Kanton aufnahm. Er riskierte seine Stellung und seinen Ruf, um Menschenleben zu retten. Grüninger wurde 1939 fristlos entlassen, verurteilt und verfemt. Erst lange nach seinem Tod wurde er politisch rehabilitiert.

 

Februar 1939: Die Schweiz schliesst ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Doch weiterhin gelangen Hunderte von Menschen ohne gültiges Visum über die Grenze. Zur Überprüfung der illegalen Grenzübertritte wird vom Chef der eidgenössischen Fremdenpolizei, Heinrich Rothmund (Robert Hunger-Bühler), eine Untersuchung eingeleitet. Polizeiinspektor Robert Frei (Max Simonischek), ein junger, ehrgeiziger und obrigkeitsgläubiger Beamter, wird in den Kanton St. Gallen beordert. Dort kommt er einem Hilfssystem auf die Schliche, das von breiten Teilen der Bevölkerung getragen und vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger (Stefan Kurt) ermöglicht wird.

 

Im Laufe der Ermittlungen erhärtet sich der Verdacht, dass Grüninger Flüchtlinge ohne gültige Visa hereinlässt, auch Dokumente fälscht und Flüchtlinge illegal über die Grenze bringt. Grüninger gesteht Frei zwar seine Taten, doch dass er damit gegen das Gesetz und somit gegen die Staatssicherheit handle, will er partout nicht einsehen: Er tue dies aus reiner Menschlichkeit und könne nicht anders. Frei ist irritiert. Grüningers Uneinsichtigkeit und der Anblick der hilfesuchenden Flüchtlinge lassen bei ihm Zweifel an der Richtigkeit seines Auftrags aufkommen. Soll er seinen Vorgesetzten seinen Bericht vorlegen? Oder Paul Grüninger decken?

 

Regie bei «Akte Grüninger» führte Alain Gsponer. Nach «Der letzte Weynfeldt» ist dies bereits der zweite Fernsehfilm, den Gsponer für Schweizer Radio und Fernsehen realisierte. Das Drehbuch stammt aus der Feder des renommierten Autors Bernd Lange («Requiem», «Sturm»). Neben Stefan Kurt («Der letzte Weynfeldt», «Der Verdingbub») und Max Simonischek («Der Teufel von Mailand», «Der Verdingbub») spielen Anatole Taubman («Fremde im Paradies», «Quantum of Solace», «Die Päpstin») als Vorsteher der Israelitischen Gemeinde Sidney Dreifuss und Ursina Lardi («Canzun Alpina»,«Das weisse Band – Eine deutsche Kindergeschichte») als Grüningers Frau Alice mit. Weiter sind Aaron Hitz («Liebe und andere Unfälle», «Gioci d’Estati») als Lagerleiter Ernst Kamm, Robert Hunger-Bühler («Unter dir die Stadt», seit 2001 festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich) als Chef der eidgenössischen Fremdenpolizei Heinrich Rothmund und viele mehr zu sehen.

 

«Akte Grüninger» ist eine Koproduktion von Schweizer Radio und Fernsehen, C-Films Zürich, makido film Wien, Mecom München und Arte mit Unterstützung des Fernsehfonds Austria.

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