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«Kulturplatz»: 100 Jahre Bauhaus

Ausstrahlungsdatum
Mittwoch, 23. Januar 2019, 22.25 Uhr, SRF 1
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Die Gestaltungsschule Bauhaus gab es nur 14 Jahre, von 1919 bis 1933. In dieser kurzen Zeit hat es das Bauhaus aber geschafft, mit seinen Ideen und seiner Ästhetik eine Wirkung zu entfalten, die noch heute anhält. Grund für «Kulturplatz», anlässlich des Jubiläums genauer hinzuschauen. Eva Wannenmacher führt durch die Sendung.


Neues Bauen in Zürich – Kulturplatz im Museum für Gestaltung
Das Bauhausgebäude in Dessau, von Walter Gropius 1926 erbaut, sorgte damals für Aufregung. Noch nie hatte man eine so transparente, komplett in Glas aufgelöste Fassade gesehen, eine so schnörkellose, auf Funktionalität ausgerichtete Struktur. In Zürich entstand wenige Jahre später ein Bau mit ähnlichen Charakteristiken: grosse Glasfensterfronten, Flachdach, offene Treppenhäuser. Das Museum für Gestaltung, 1933 erbaut, ist eine Ikone des Neuen Bauens in Zürich. Eva Wannenmacher unterhält sich an Ort und Stelle mit Arthur Rüegg, Architekt und Publizist über Bauhaus-Stil in Architektur und Möbeldesign.

 

Johannes Itten – Der Bauhaus-Pionier
Johannes Itten war einer der prägenden Köpfe des Bauhauses. Er reformierte die Kunstvermittlung, setzte auf die Entfaltung der individuellen kreativen Kräfte des Schülers und führte den Vorkurs ein, um eine breite gestalterische Basis zu schaffen. Dem Diktat der Funktionalität, das beim Bauhaus immer lauter wurde, wollte er sich allerdings nicht unterwerfen und verliess es 1923, um eigene Gestaltungsschulen zu gründen. Der Dokumentarfilm «Johannes Itten – Bauhaus Pionier» von Marina Rumjanzewa läuft online und am 27. Januar an den Solothurner Filmtagen.

 

Hannes Meyer – Der vergessene Direktor
Drei Direktoren hatten das Bauhaus geleitet. Zwei davon, Walter Gropius und Mies van der Rohe, werden heute als die Begründer der modernen Architektur gefeiert. Ein Direktor hingegen wurde von der Geschichtsschreibung «vergessen». Der Schweizer Architekt Hannes Meyer war Sozialist und passte nicht in das Bild, das der Bauhaus-Gründer Walter Gropius später vom Bauhaus zeichnete. Die polarisierende, radikale aber auch radikal authentische Person Meyers und sein kleines, aber wichtiges bauliches Werk werden langsam wiederentdeckt. Annemarie Jaeggi, die Direktorin des Bauhaus-Archivs in Berlin, zeichnet seinen Lebensweg nach.

 

Tel Aviv – Das umstrittene Erbe des Bauhauses
In Tel Aviv entstanden in den 30er-Jahren 4000 Häuser im internationalen Stil. Seither gilt Tel Aviv als Bauhaus-Erbe – doch stimmt dies überhaupt? Nur die wenigsten Architekten der «White City» waren Bauhaus-Architekten. Seit Kurzem werden die maroden Gebäude mit deutscher Unterstützung saniert, was den umstrittenen Mythos der «Bauhaus»-Stadt Tel Aviv befeuert. «Kulturplatz» besucht in Tel Aviv Kenner der Baugeschichte und befragt die ETH-Architekturhistorikerin Ita Heinze-Greenberg.

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Nadine Gliesche
Mediensprecherin Kultur
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