So viel kostet Europas Anti-Migrations-Politik

Europa gibt jedes Jahr knapp eine Milliarde Euro aus, um Migranten und Flüchtlinge aus Europa fernzuhalten. «The Migrants' Files» zeigt erstmals, wie teuer Auffanglager, Überwachungstechnik und Mauern sind. Der Löwenanteil des Geldes fliesst jedoch in einen unsichtbaren Kostenposten.

Es sind enorme Summen, die seit dem Jahr 2000 von der Europäischen Union (EU) und ihren Partnerländern wie der Schweiz in Flüchtlingsangelegenheiten investiert worden sind. Allein der Aufbau und der Betrieb von Frontex, der zentralen Europäischen Behörde zur Koordinierung der Kontrollen an Europas Aussengrenzen, kostete bisher 670 Millionen Euro.

Fast 90 Prozent der Gesamtkosten von rund 12,9 Milliarden Euro entstanden jedoch nicht bei dem Versuch, Flüchtlingen und Migranten den Weg nach Europa zu versperren, sondern bei den Ausschaffungen derjenigen, die es bereits in die «Festung Europa» geschafft haben. Rund 11,3 Milliarden Euro wurden nach Schätzungen der Recherche-Kooperation «The Migrants' Files» dafür aufgewendet, inklusive aller Transport- und Verwaltungskosten.

Wie gross die einzelnen Kostenposten sind, zeigt diese Grafik:

SRF 4 News sowie «Echo der Zeit» am 18. Juni 2015.

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