Finanzaffäre im Königshaus Spanische Infantin ist keine Steuerbetrügerin

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Freispruch für Infantin Cristina

0:25 min, aus Tagesschau vom 17.2.2017
  • Cristina von Spanien, die 51-jährige Schwester von König Felipe, ist laut spanischen Medien vom Vorwurf der Beihilfe zum Steuerbetrug freigesprochen worden.
  • Demgegenüber hat die zuständige Staatsanwaltschaft in Palma de Mallorca ihren Ehemann zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.
  • Das Gericht wirft dem ehemaligen Handball-Profi Iñaki Urdangarin Veruntreuung, Betrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung vor.
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Bildlegende: Nummer 6 der spanischen Thronfolge ist entlastet: Infantin Cristina. Keystone

Ob Urdangarin sofort ins Gefängnis muss, ist noch nicht klar. Insgesamt waren in der Finanzaffäre rund um die vermeintlich gemeinnützige Stiftung Nóos 17 Verdächtige angeklagt.

Cristina, die 51-jährige Schwester von König Felipe und Nummer sechs der spanischen Thronfolge, war Mitglied im Nóos-Vorstand. Während des mehr als fünfmonatigen Prozesses hatte sie stets betont, in finanziellen Dingen vollkommen ihrem Mann vertraut zu haben.

Urdangarin kommt mit blauem Auge davon

Trotz des Freispruchs müsse Cristina eine Geldstrafe von 262'000 Euro bezahlen, Urdangarin sei zu einem Bussgeld von 512'000 Euro verurteilt worden, hiess es im von den Medien zitierten Urteilsbericht.

Für Urdangarin ist der Prozess noch glimpflich ausgegangen: Die Anklage hatte fast 20 Jahre Haft gefordert. Es war das erste Mal, dass eine direkte Angehörige der Königsfamilie vor Gericht stand.