Kanton Aargau versteigert seine «schönen» Autonummern

Die «schönsten» Aargauer Nummernschilder gehören dem Kanton. 130 Autokennzeichen will die Regierung nun aber versteigern. Das soll rund eine halbe Million Franken in die Staatskasse spülen.

Polizeiauto mit Kontrollschild "AG 800" Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dieses Schild darf die Kantonspolizei behalten: Vier- und fünfstellige Schilder des Kantons kommen unter den Hammer. zvg

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10 Millionen mit Auktionen

Seit 1999 hat der Kanton Aargau mit Autoschilder-Auktionen knapp 10 Millionen Franken verdient, teilt die Regierung mit. Am meisten bezahlte ein Autofahrer vor vierzehn Jahren: 70'000 Franken für eine zweitstellige Nummer.

Die Idee kommt nicht von der Regierung selber: Eine FDP-Grossrätin hatte sie in einem Vorstoss formuliert. Die Regierung steigt darauf ein: Man habe das Strassenverkehrsamt angewiesen, 130 vier- und fünstellige Schilder zur Versteigerung freizugeben, teilt sie am Freitag mit. Bisher waren diese Schilder auf den Kanton Aargau eingelöst.

Eine halbe Million für die Staatskasse erhofft sich die Regierung von dieser Aktion. Damit die Kasse wirklich klingelt, kommen die Nummernschilder nicht alle gleichzeitig unter den Hammer.

Offenbar hängt der Kanton aber weiterhin an den «schönen» Nummern. 21 Kennschilder mit attraktiven Nummern behalte man, vor allem für Fahrzeuge der Kantonspolizei, teilt die Regierung mit. Und: Ein Blick auf Streifenwagen im Kanton zeigt, dass auch viele zwei- und dreistellige Nummern in Kantonsbesitz sind.

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Tiefe Autonummern: So macht der Staat Kasse

6:07 min, aus Kassensturz vom 25.2.2014