Basel bekommt eine Anlaufstelle Radikalisierung

Mit einer Anlaufstelle und einer Task Force will die Basler Regierung auf Herausforderungen durch religiöse Radikalisierung reagieren. Beide Institutionen nehmen ihre Arbeit am 1. November auf.

Frau mit verschleieretem Gesicht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wenn sich jemand beispielsweise plötzlich religiös kleidet, können sich Angehörige und Bekannte bei der Fachstelle me... Keystone

Die Task Force soll für komplexe Fälle beim Thema Radikalisierung zuständig sein, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Dienstag heisst. Sie stelle die Kommunikation und ein koordiniertes Handeln sicher und sorge dafür, dass politischer Handlungsbedarf frühzeitig erkannt wird. Sie besteht aus Schlüsselpersonen von Strafverfolgungsbehörden, Polizei, des Erziehungs- sowie des Präsidialdepartements und des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt sowie der Strategiegruppe Integration. Einbezogen werden sollen bestehende Beratungsstellen. Je nach Lagebeurteilung könne die Task Force mit ausserkantonalen staatlichen Stellen ergänzt werden, hiess es weiter.

Die Anlaufstelle Radikalisierung wird vom bestehenden Präventionsteam gegen Gewalt der Polizei betrieben. Dieses ist bereits Anlaufstelle bei Gewalt in Schulen. Da die neu geschaffenen Strukturen aus bestehenden Stellen geschaffen werden, seien keine zusätzlichen Mittel nötig.