Keine Glühbirnen mehr an Basler Weihnachtsbögen

Der Verein «Weihnachtsbeleuchtung Freie Strasse» stellt ab diesem Jahr komplett auf LED um. Dies spare nicht nur Geld, sondern auch viel Energie. Daher überlege man sich, die Beleuchtung in Zukunft bereits am Nachmittag einzuschalten.

Basler Freie Strasse mit Weihnachtsbeleuchtung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bis letzten Dezember leuchteten in der Freien Strasse noch Glühbirnen - ab diesem Jahr sind es LED-Lichter. Keystone

Die 33 Weihnachtsbögen in der Freien Strasse gehören in der Weihnachtszeit zum festen Basler Stadtbild. Im letzten Jahr wurden elf von ihnen auf LED umgestellt, für die weiteren 22 Bögen fehlte das Geld. «Diesen Sommer haben wir aber eine Geldtranche vom Swisslos-Fonds erhalten. Damit können wir auch die restlichen 22 Bögen auf LED umstellen», sagt Hans Spinnler, Präsident des Vereins «Weihnachtsbeleuchtung Freie Strasse». Der Verein organisiert jedes Jahr die bogenförmige Beleuchtung.

Die Umstellung kostete knapp eine Viertelmillion Franken. «Das ist natürlich sehr viel Geld», sagt Spinnler, «aber dafür sparen wir in Zukunft enorm viele Kosten. Die Lämpchen müssen nicht mehr jedes Jahr ersetzt werden, sondern halten bis zu 24 Jahre.»

Beleuchtung auch schon am Nachmittag?

Auch der Energieverbrauch sei bis zu 90 Prozent geringer. Deswegen überlege sich der Verein nun, die Beleuchtung auch schon am frühen Nachmittag einzusetzen. Vor einem Jahr stiess dieser Vorschlag bei den Grünen auf Protest. «Mit den alten Glühbirnen verstehe ich das Argument der Energieverschleuderung. Aber mit der neuen LED-Technologie zählt es nicht mehr», sagt Spinner. Er will dieses Jahr darum testen, wie die Beleuchtung am Nachmittag wirkt.

Die Basta-Grossrätin Brigitta Gerber hat sich letztes Jahr an vordester Front gegen das Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung um 14 Uhr gewehrt. Heute begrüsst sie die Erneuerung durch LED-Lampen. Sie versteht dennoch nicht, warum am hellichten Tag künstliches Licht brennen soll.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)