Makabrer Humor am Totentanz

Das Künstlerpaar Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger inszeniert einen Happeningmarkt, bei dem sich alles um das Thema Tod dreht.

Vor drei Jahren produzierte der Verein Totentanz einen zeitgenössischen Totentanz des britischen Filmemachers Peter Greenaway bei der Predigerkirche. Dieses Jahr inszeniert jetzt im Auftrag des Vereins das Künstlerpaar Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger einen Markt mit 19 Buden - gleich viele, wie der Basler Totentanz Bilder hatte.

In den 19 Buden wird das Thema Tod vielfältig und kreativ umgesetzt: In einer Zuckerbäckerei gibt es Marzipan-Totenschädel oder schwarze Hefezöpfe zu kaufen, in einem Pro Aging Studio wird der Kunde 20 Jahre älter gemacht, oder in einem Schubladensarg kann man die Radieschen von unten betrachten. Bezahlt wird mit Knochen, die man in einer Knochenbank gegen echtes Geld: Echte Knochen von Hühnern und Schweinen - ein Hühnerschenkelknochen ist einen Franken wert - ein Schulterknochen vom Schwein hundert Franken.