Die vier Typen der Neu-Parlamentarier

Der Routinier, der Medienstar, die Quereinsteiger und die jungen Wilden: In diese Kategorien lassen sich auch die sieben Bundesparlamentarier aus der Ostschweiz einteilen, die seit einem Jahr neu in Bundesbern politisieren.

  • Der Routinier: Hierzu zählt Politologe Balsiger den CVP-Nationalrat Thomas Ammann. Der Rheintaler war fast 20 Jahre Gemeindepräsident von Rüthi. Routiniers haben in Bundesbern den Vorteil, dass sie schon wissen, wie ein Parlament funktioniere und könne so direkter mitwirken, so der Politologe.
  • Der Medienstar: Magdalena Martullo-Blocher habe vor allem aufgrund ihres Namens – dank dem bekannten Vater – etwas bewirken können, so die Einschätzung des Politologen Mark Balsiger. Die SVP-Nationalrätin Martullo-Blocher werde nicht nur von den Medien, sondern auch parteiintern gerne um ihre Meinung gefragt. Zudem ist sie ein Teil der Kommission für Wirtschaft und Abgaben, welche zu den wichtigsten Kommissionen zählt.
  • Die Quereinsteiger: Hier beobachtet Politologe Balsiger, dass besonders Personen aus der Wirtschaft oder den Medien in den vergangenen Jahren eher den Quersprung in die Politik schaffen. Aus der Ostschweiz seien dies Magdalena Martullo-Blocher, der St. Galler FDP-Nationalrat Marcel Dobler und der Thurgauer FDP-Nationalrat Hermann Hess.
  • Die jungen Wilden: Hier fallen Marcel Dobler und der Ausserrhoder SVP-Nationalrat David Zuberbühler auf. Sie seien sehr selbstbewusst unterwegs und versuchen aktiv mitzuwirken anstatt abzuwarten.

Nicht einteilbar

Barbara Keller-Inhelder sei bis jetzt in Bundesbern wenig aufgefallen. Der Politologe Mark Balsiger erklärt sich das damit, dass die SVP-Fraktion gross sei und es deshalb umso schwieriger in den Vordergrund zu rücken.

Duri Campell hingegen politisiert in der kleinere BDP-Fraktion. Er konnte bis jetzt die Fussstapfen seines Vorgängers jedoch noch nicht ausfüllen. Campell habe in der kleineren Fraktion auf jeden Fall grössere Chancen in den kommenden Jahren doch noch aufzufallen.