Digitalisierung im Alter E-Banking wird bei Senioren beliebter

Für viele ältere Menschen gehören digitale Dienstleistungen bereits zum Alltag. Und die meisten Personen, die 65 Jahre und älter sind, fühlen sich in dieser neuen, digitalen Welt wohl, wie eine neue Studie der Fachhochschule St. Gallen zeigt.

Sabina Misoch untersuchte für die FHS St. Gallen, wie sich Rentner in der digitalen Welt bewegen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sabina Misoch untersuchte für die FHS St. Gallen, wie sich Rentner in der digitalen Welt bewegen. SRF

Georg Weidmann ist 66 Jahre alt. Der ehemalige Bank-Manager aus dem Kanton Thurgau hat überhaupt keine Probleme, sich in der heutigen digitalen Welt zurecht zu finden: «Ich fühle mich extrem wohl und lade mir die Musik aus dem Internet herunter.»

Weidmann ist einer von über 500 Pensionierten in der Deutschschweiz, die vom Alterskompetenzzentrum der Fachhochschule St. Gallen zu ihren Erfahrungen mit digitalen Dienstleistungen befragt wurden. Es gab aber auch Kritik. Studienleiterin Sabina Misoch: «Viele Menschen über 65 kritisieren in der Studie, dass der menschliche Kontakt immer mehr auf der Strecke bleibt.»

E-Banking ist beliebt

Mit 48 Prozent gab rund die Hälfte aller Befragten an, die Bankgeschäfte im Internet abzuwickeln, sagt Sabina Misoch, Leiterin des Alterskompetenzzentrums an der Fachhochschule St. Gallen: «Im Gegensatz zu früheren Studien hat die Beliebtheit von E-Banking zugenommen.»

Im Gegensatz zu E-Banking hat das Einkaufen im Internet bei Seniorinnen und Senioren laut der neuen Studie einen schweren Stand. Und auch Self-Scanning im Supermarkt wird demnach nur selten genutzt.

SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr