Thurgauer Bauern sitzen in der Schuldenfalle

Um sich den wirtschaftlichen Herausforderungen zu stellen, sehen sich viele Thurgauer Bauern gezwungen ihre Betriebe zu vergrössern. Hohe Schulden sind die Folge davon.

Traktor auf dem feld Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Teure Maschinen sollen betriebsübergreifend zum Einsatz kommen, empfiehlt das Landwirtschaftliche Zentrum Arenenberg... ZVG

Der wirtschaftliche Druck macht auch vor den Schweizer Bauern nicht halt. Im Kanton Thurgau stellen sich die Landwirte deshalb mit betrieblichen Anspassungen den Herausforderungen der Wirtschaft. Mit hohen Investitionen lassen sie ihre Betriebe vergrössern.

Einserseits mit baulichen Anpassungen, andererseits mit der Anschaffung zusätzlicher Maschinen. Diesem Effort zollen sie nun Tribut. Wie die Landwirtschaftliche Forschungsanstalt Acroscope bekannt gibt, ist jeder Landwirt in der Schweiz im Durchschnitt mit einer halben Million Franken verschuldet.

Landwirtschaftliches Zentrum schlägt Alarm

Beim Landwirtschaftlichen Zentrum Arenenberg zeigt man sich über diese Entwicklung beunruhigt. Betriebsberater Mathias Roth erklärt, dass die Rechnung der Bauern nur aufgehe, weil die Zinsen für Fremdkapital so tief seien. Sobald aber eine Zinswende eintrete, dürfte es für viele Thurgauer Bauern finanziell eng werden.

Bessere Betriebsplanung nötig

Mathias Roth vom Landwirtschaftlichen Zentrum rädt den Bauern vor Investition eine umfassende Risikoanalyse zu machen und ihre unternehmerische Verantwortung wahrzunehmen. Ställe müssten künftig möglichst günstig erstellt werden. Und zudem sollte die Praxis der betriebsübergreifenden Maschienenanschaffung vertieft werden.