Doch kein Asylzentrum Motel Sihlbrugg wird nicht umgenutzt

Nach längeren Verhandlungen ist klar: Die Eigentümerin des Motels in Baar hat andere Pläne für die Liegenschaft.

Die Einfahrt zu einem Motel vor einem blauen Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Besitzerin des Motels möchte ihre Liegenschaft nun doch nicht zum Asylzentrum umnutzen lassen. Motel Sihlbrugg

Das Motel Sihlbrugg in Baar wird nicht zur Asylunterkunft umgenutzt. Die Besitzerin habe ihr Angebot nach längeren Verhandlungen zurückgezogen weil sie andere Pläne für ihre Liegenschaft habe, schreibt der Kanton Zug.

Der Kanton habe sich genügend um die Unterkunft bemüht und nicht zu lange gewartet, sagt die zuständige Regierungsrätin Manuela Weichelt: «Wir waren bereits in den Schlussverhandlungen bezüglich Mietzins.» Man bedaure den Rückzug, respektiere aber die Pläne der Besitzerin.

«  Wir waren bereits in den Schlussverhandlungen bezüglich Mietzins. »

Manuela Weichelt
Zuger Regierungsrätin

Aktuell leben 1200 Asylsuchende im Kanton Zug, das sind ähnlich viele wie vor einem Jahr. Der Kanton sei aber noch immer auf der Suche nach zusätzlichen Plätzen, weil sich diese Anzahl schnell verändern könne.

Geplant ist deswegen eine Unterkunft in Baar für 100 Personen. Dagegen gibt es Widerstand, aktuell liegt der Fall vor dem Zuger Veraltungsgericht.