Neue Hochhäuser haben es schwer in der Region Luzern

Das Hochhausprojekt «Eichhof West» in Kriens wurde vom Parlament beerdigt und auch gegen mögliche Hochhäuser im Steghof, am Pilatusplatz oder bei der Seeburg in der Stadt Luzern ist der Widerstand gross. Einen Grund dafür sieht der Architekt Gerold Kunz im Tourismus.

Visualisierung der beiden geplanten Hochhäuser in Kriens. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Visualisierung des Projekts «Eichhof West» in Kriens. zvg

Der Tourismus sei in der Stadt Luzern so wichtig, dass jegliche Gebäude, die das Stadtbild beeinträchtigen könnten, es sehr schwer haben, sagt Gerold Kunz im Gespräch mit dem Regionaljournal.

Portraitfoto von Gerold Kunz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Die Stadt Luzern ist wegen dem Tourismus kritischer gegenüber von Hochhaus-Projekten als zum Beispiel die Stadt Zug.» SRF

Anders ist die Lage in der Stadt Zug. Dort schiessen die Hochhäuser aus dem Boden. Aktuell sind gleich drei Hochhäuser im Bau. In Zug sei es sozusagen Tradition, in die Höhe zu bauen: «In den 60er Jahren hat in der Stadt Zug jeder namhafte Architekt ein Hochhaus gebaut», so der Luzerner Architekt und Denkmalpfleger Gerold Kunz.

Hochhäuser gehörten in Zug - also anders als in Luzern - gewissermassen zum Konzept der Stadtentwicklung.