Sozialvorsteher von Neuheim quasi entmachtet

Der Sozialvorsteher der Zuger Gemeinde Neuheim hat faktisch keine Entscheidungskompetenzen mehr. Die Nachbargemeinde Baar überwacht seine Geschäfte. Hintergrund sind Unregelmässigkeiten im Umgang mit Geld. Eine schwierige Situation für die Gemeinde, der Sozialvorsteher hingegen sieht kein Problem.

Blick auf den Dorfkern von Neuheim Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Knatsch in der kleinen Zuger Gemeinde Neuheim schwelt seit Jahren. Keystone

Die Querelen in der Zuger Gemeinde Neuheim schwelen seit mehreren Jahren. Dem Gemeinderat Franz Keiser wird vorgeworfen, jahrelang gegen verschiedene Gesetze und Richtlinien verstossen zu haben. Als Sozialvorsteher soll er Geld weniger nach Vorschriften sondern mehr nach Gutdünken ausbezahlt haben.

Franz Keiser bestreitet die Vorwürfe nicht und gibt auch zu, fachlich überfordert zu sein. «Ich bin jedoch einfach ehrlich, habe alles auf den Tisch gelegt», sagt Keiser, während andere einfach alles unter dem Deckel halten würden.

Als Sozialvorsteher hat Franz Keiser aktuell faktisch nichts mehr zu sagen. Schon seit längerer Zeit läuft ein Controlling. Er muss dem Gemeinderat alle zwei Wochen rapportieren, was in seiner Abteilung läuft. Neu steht ihm nun eine Fachperson der Nachbargemeinde Baar zur Seite. Der Gemeindepräsident von Neuheim, Roger Bosshart bestätigt einen Bericht des Onlinemagazins zentral+. Diese Fachperson muss alle Finanztransaktionen des Sozialvorstehers genehmigen.