«Hunderte von Kindern haben bei uns Skifahren gelernt»

Der Skilift von Bäretswil ZH feiert seinen 50. Geburtstag. Keine Selbstverständlichkeit, denn Schnee ist oft Mangelware. Der Skilift überlebt dank Beizli, flexiblen Mitarbeitern und viel Herzblut. Und er soll bestehen bleiben, denn er habe eine wichtige Aufgabe, sagt Präsident Markus Ineichen.

Eine Skipiste mit Lift. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Bild aus kälteren Tagen: Der Skilift Bäretswil im Zürcher Oberland. Letztes Jahr war er an 33 Tagen in Betrieb. zvg

Es ist ein denkbar schlechter Winter, um ein Jubiläum zu feiern. Gerade mal an zwei Wochenenden und zwei Mittwochen reichte der Schnee, um den Skilift in Betrieb zu nehmen. Trotzdem glaubt Markus Ineichen, Präsident der Genossenschaft, die den Skilift betreibt, fest an sein «Skigebiet». «Der Skilift ist aus Bäretswil nicht wegzudenken.»

Hunderte von Kindern aus der Region hätten hier zum ersten Mal auf den Skiern gestanden. Und Markus Ineichen glaubt: «Auch für die Zukunft ist es wichtig, dass Familien eine günstige, nahe Möglichkeit zum Skifahren haben.» Nur so könne man die Kinder fürs Skifahren begeistern. «Das nützt auch den grossen Skigebieten in den Bergen.»

Skitage für Stadtkinder als Zukunftsprojekt

Überleben kann das kleine Skigebiet nur dank flexibler Lösungen. Einerseits hat die Genossenschaft in den letzten Jahren das Skibeizli ausgebaut. Die Einnahmen aus Essen und Anlässen helfen, den Skilift am Leben zu erhalten. Daneben brauche es flexible Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die auf Abruf arbeiten kämen «und zwar nicht wegen des Geldes», sagt Markus Ineichen.

Und der Präsident denkt bereits weiter. Er plant eine Zusammenarbeit mit den Städten Winterthur und Zürich. «Wir könnten Skitage für die Schulen organisieren», glaubt Markus Ineichen. Und will sich so einsetzen, dass es den Skilift auch in zehn oder zwanzig Jahre noch gibt, warme Winter hin oder her.