Abstimmungen Ja zu Wohnbauaktion, Grünanlagen und Tanzhaus in der Stadt Zürich

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten haben all drei Vorlagen angenommen:

Gegenvorschlag Grünstadtinitiative Auf / Zuklappen

Stadt Zürich: Gegenvorschlag des Gemeinderats zur «Volksinitiative für den Schutz und die Förderung von Grün- und Freiräumen» (Grünstadt-Initiative)

JA-Stimmen absolut: (75'380 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (18'922 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 79.9%
NEIN-Stimmen relativ: 20.1%

Wohnbauaktion 2017 Auf / Zuklappen

Stadt Zürich: Wohnbauaktion 2017, Rahmenkredit von 90 Millionen Franken

JA-Stimmen absolut: (71'171 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (23'594 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 75.1%
NEIN-Stimmen relativ: 24.9%

Jahresbeitrag an den Verein Tanzhaus Auf / Zuklappen

Stadt Zürich: Verein Tanzhaus Zürich, jährliche Beiträge von maximal 1­'827'166 Franken ab 2019

JA-Stimmen absolut: (59'973 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (32'720 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 64.7%
NEIN-Stimmen relativ: 35.3%
Fritschiwiese im Kreis 3 der Stadt Zürich Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Was Grün ist soll Grün bleiben: Die Stadtzürcher Bevölkerung sagt Ja zu einer entsprechenden Initiative. Keystone

Mit fast 80 Prozent sagen sie Ja zum Gegenvorschlag des Stadtrates zur Grünstadt-Initiative der Grünen. Damit wird ein Artikel in der Gemeindeordnung verankert, der die Stadt Zürich verpflichtet, öffentlichen Grünraum auf dem gesamten Stadtgebiet zu sichern sowie unversiegeltes Land zu schützen und zu vernetzen. Die grüne Partei hatte ihre Initiative zugunsten des Gegenvorschlags zurückgezogen..

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Wohnblock in Zürich-Oerlikon. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit der Wohnbauaktion werden Wohnungen für Haushalte mit kleinem Einkommen und Vermögen verbilligt. Keystone / Archiv

Ja sagen die Zürcher Stimmberechtigten auch zu einem Wohnbau-Kredit von 90 Millionen Franken, und zwar mit gut 75 Prozent Ja-Stimmen. Mit dem Kredit werden gemeinnützige Wohnungen für Mieter mit kleinen Einkommen und Vermögen verbilligt. Die Stadt kennt dieses Instrument zum Erhalt und zur Förderung der sozialen Durchmischung seit 1943. Der Kredit wurde nötig, weil der letzte aufgebraucht ist. Der Zürcher Finanzvorsteher Daniel Leupi erklärt die hohe Zustimmung im Interview:

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Ballettänzerinnen bei einer Probe Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Heute gibts wohl einen Freudentanz: Die Stadtzürcher Bevölkerung will das Tanzhaus grosszügig finanziell unterstützen. Keystone (Symbolbild)

Am wenigsten deutlich, aber immer noch mit rund 65 Prozent, sagte das Zürcher Stimmvolk Ja zur höheren finanziellen Unterstützung des Tanzhauses. Das Tanzhaus Zürich ist die einzige Produktions-Stätte für zeitgenössischen Tanz in der Deutschschweiz. Die Stadt unterstützt die Institution seit 1996. Ab 2019 erhältder Betreiberverein nun jährlich maximal rund 1,8 Millionen Franken. Die Erhöhung wurde nötig, weil die Mieten im Esratzneubau des 2102 abgebrannten Tanzhauses höher sind.