Asylgesetz klar angenommen

Das Volk sagt einmal mehr Ja zu Verschärfungen im Asylwesen. Das neue Asylgesetz wird klar angenommen. Alle Kantone sagen Ja, ebenso wie 78,4 Prozent der Stimmenden.

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Eidg. Vorlage: Dringliche Änderungen des Asylgesetzes

Endresultat vom 09.06.2013

JA-Stimmen absolut: (1'572'590 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (432'068 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 78.4%
NEIN-Stimmen relativ: 21.6%
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 83.1% 16.9% 122437 24978
Appenzell Ausserrhoden 82.3% 17.7% 12344 2656
Appenzell Innerrhoden 86.8% 13.2% 2999 457
Basel-Landschaft 80.9% 19.1% 54890 12999
Basel-Stadt 71.4% 28.6% 36112 14478
Bern 80.5% 19.5% 208660 50664
Freiburg 75.2% 24.8% 52150 17162
Genf 61.3% 38.7% 66274 41776
Glarus 82.8% 17.2% 5961 1241
Graubünden 80.5% 19.5% 38130 9209
Jura 66.2% 33.8% 10684 5455
Luzern 83.3% 16.7% 97434 19597
Neuenburg 70.1% 29.9% 28440 12118
Nidwalden 86.7% 13.3% 11073 1703
Obwalden 85.6% 14.4% 9173 1537
Schaffhausen 80% 20% 21933 5480
Schwyz 86.4% 13.6% 37419 5880
Solothurn 83.3% 16.7% 57575 11552
St. Gallen 83.5% 16.5% 93645 18468
Tessin 74.9% 25.1% 58381 19551
Thurgau 84.3% 15.7% 45806 8551
Uri 82.6% 17.4% 6500 1367
Waadt 70.7% 29.3% 113576 47024
Wallis 76.8% 23.2% 68964 20879
Zug 85.4% 14.6% 27514 4693
Zürich 79.7% 20.3% 284616 72593

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (1'572'590 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (432'068 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 78.4%
NEIN-Stimmen relativ: 21.6%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (1'572'590 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (432'068 Stimmen)
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Volkswahl des Bundesrates Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Initiative «Volkswahl des Bundesrates»

Endresultat vom 09.06.2013

JA-Stimmen absolut: (480'477 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'549'716 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 23.7%
NEIN-Stimmen relativ: 76.3%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 0
NEIN-Stimmen: 23
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 26.3% 73.7% 39183 109963
Appenzell Ausserrhoden 24.5% 75.5% 3730 11479
Appenzell Innerrhoden 27% 73% 931 2515
Basel-Landschaft 21.9% 78.1% 15091 53853
Basel-Stadt 20.8% 79.2% 10670 40536
Bern 20.7% 79.3% 54519 208246
Freiburg 19.7% 80.3% 13888 56499
Genf 26.1% 73.9% 28354 80287
Glarus 26.6% 73.4% 1929 5325
Graubünden 21% 79% 10108 38110
Jura 18% 82% 2940 13399
Luzern 21.4% 78.6% 25338 93335
Neuenburg 19.2% 80.8% 7890 33243
Nidwalden 26.3% 73.7% 3404 9553
Obwalden 25.3% 74.7% 2752 8121
Schaffhausen 29.1% 70.9% 8205 19961
Schwyz 30.4% 69.6% 13311 30428
Solothurn 22.5% 77.5% 15751 54336
St. Gallen 25.8% 74.2% 29260 83967
Tessin 32.2% 67.8% 25410 53557
Thurgau 26% 74% 14118 40217
Uri 24.1% 75.9% 1928 6059
Waadt 20.5% 79.5% 33304 129434
Wallis 21.5% 78.5% 19475 71261
Zug 22.7% 77.3% 7432 25256
Zürich 25.3% 74.7% 91556 270776

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (480'477 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'549'716 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 23.7%
NEIN-Stimmen relativ: 76.3%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (480'477 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'549'716 Stimmen)
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Das Schweizer Stimmvolk sagt klar Ja zum neuen Asylgesetz. Alle Kantone stimmen der Vorlage zu. Der Ja-Stimmenanteil liegt bei wuchtigen 78,4 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag unter dem langjährigen Durchschnitt bei 39 Prozent.

Schnellere Verfahren, kein Botschaftsasyl

Das neue Asylgesetz sieht gleich einen ganzen Katalog von Massnahmen vor, welche die Asylverfahren effizienter machen sollen. Sie können nach den neuen Regeln innerhalb von 100 Tagen abgeschlossen werden – bislang ziehen sie sich manchmal über Jahre hin.

Zudem dürfen Asylgesuche nicht mehr im Ausland bei einer Schweizer Botschaft gestellt werden. Und die Verweigerung des Wehrdienstes oder Desertion aus Streitkräften wird nur noch dann als Asylgrund anerkannt, wenn Betroffenen drastische Strafen drohen. 

Mit der Gesetzesrevision wurde erstmals auch eine Rechtsgrundlage dafür geschaffen, sogenannte «renitente» Asylsuchende in separate Sonderunterkünfte einzuweisen. Bislang gibt es solche Zentren allerdings nicht. Die neuen Regeln gelten zudem bis September 2015 und sollen vor einer Verlängerung überprüft werden.

Die politische Linke, Hilfsorganisationen für Migranten sowie Gewerkschafts- und Kirchenkreise hatten gehofft, das von Regierung und Parlament bereits im vergangenen Jahr beschlossene Gesetz per Referendum zu Fall bringen zu können. Sie kritisieren es als eine unmenschliche Verschärfung der bisherigen Praxis, die auf die Abwehr von Asylsuchenden gerichtet sei. Die Volksabstimmung hatten sie mit einer Unterschriftensammlung erzwungen.

Weitere Verschärfungen absehbar

Das Thema Asylpolitik bleibt auch nach der Abstimmung auf dem Tisch. Justizministerin Simonetta Sommaruga will die nächste, grosse Revision in die Vernehmlassung schicken. Geplant ist, Asylsuchende künftig mehrheitlich in Bundeszentren unterzubringen und die Verfahren dort abzuwickeln.

Aus dem Parlament wiederum gibt es Forderungen nach Verschärfungen für vorläufig Aufgenommene.

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Ja zu revidiertem Asylgesetz

5:36 min, aus Tagesschau vom 9.6.2013