Drei Viertel der Schweizer Stimmenden sagen Nein zu Ecopop

Die Ecopop-Initiative ist gescheitert. 74,1 Prozent der Stimmenden sagt Nein. Die Vorlage war bereits am Ständemehr gescheitert. Kein Kanton nahm die Initiative an.

«Ecopop-Initiative» Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «Stopp der Überbevölkerung - zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen»

JA-Stimmen absolut: (671'347 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'919'984 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 25.9%
NEIN-Stimmen relativ: 74.1%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 0
NEIN-Stimmen: 23
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 29.4% 70.6% 59320 142182
Appenzell Ausserrhoden 30% 70% 5883 13725
Appenzell Innerrhoden 30.8% 69.2% 1563 3515
Basel-Landschaft 26% 74% 24170 68697
Basel-Stadt 23.8% 76.2% 14683 47059
Bern 25.1% 74.9% 86106 256972
Freiburg 25.5% 74.5% 23293 68124
Genf 21.4% 78.6% 26347 97001
Glarus 30.8% 69.2% 3275 7366
Graubünden 22.5% 77.5% 14027 48404
Jura 22.8% 77.2% 4725 16033
Luzern 29.6% 70.4% 39284 93423
Neuenburg 21.8% 78.2% 10481 37652
Nidwalden 29.2% 70.8% 4468 10843
Obwalden 32.6% 67.4% 4110 8483
Schaffhausen 31.8% 68.2% 10373 22235
Schwyz 34.2% 65.8% 17847 34305
Solothurn 30.4% 69.6% 25096 57331
St. Gallen 30.4% 69.6% 46749 107232
Tessin 36.9% 63.1% 35614 60948
Thurgau 30.9% 69.1% 23516 52657
Uri 30% 70% 3215 7498
Waadt 17.3% 82.7% 37701 179738
Wallis 21.3% 78.7% 23629 87540
Zug 24.4% 75.6% 10019 31059
Zürich 24.3% 75.7% 115853 359962

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (671'347 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'919'984 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 25.9%
NEIN-Stimmen relativ: 74.1%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (671'347 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'919'984 Stimmen)
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Abschaffung Pauschalbesteuerung Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «Schluss mit den Steuerprivilegien für Millionäre (Abschaffung der Pauschalbesteuerung)»

JA-Stimmen absolut: (1'052'995 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'527'908 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 40.8%
NEIN-Stimmen relativ: 59.2%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 1
NEIN-Stimmen: 22
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 43.4% 56.6% 87111 113552
Appenzell Ausserrhoden 48% 52% 9383 10172
Appenzell Innerrhoden 35.3% 64.7% 1787 3275
Basel-Landschaft 46% 54% 42539 49992
Basel-Stadt 45.1% 54.9% 27518 33511
Bern 43.9% 56.1% 150033 191591
Freiburg 36% 64% 32790 58182
Genf 31.7% 68.3% 39162 84316
Glarus 41.5% 58.5% 4405 6211
Graubünden 28.8% 71.2% 17884 44296
Jura 40.8% 59.2% 8449 12255
Luzern 42.9% 57.1% 56685 75472
Neuenburg 39.5% 60.5% 18886 28959
Nidwalden 30.9% 69.1% 4724 10586
Obwalden 33.4% 66.6% 4201 8362
Schaffhausen 50.8% 49.2% 16558 16032
Schwyz 36% 64% 18676 33249
Solothurn 46.2% 53.8% 37978 44291
St. Gallen 44.5% 55.5% 68191 85159
Tessin 32% 68% 30978 65879
Thurgau 44.3% 55.7% 33672 42407
Uri 38.4% 61.6% 4094 6578
Waadt 31.4% 68.6% 67837 148328
Wallis 21.7% 78.3% 24109 86966
Zug 32.6% 67.4% 13381 27646
Zürich 49.1% 50.9% 231964 240641

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (1'052'995 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'527'908 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 40.8%
NEIN-Stimmen relativ: 59.2%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (1'052'995 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'527'908 Stimmen)
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«Gold-Initiative» Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Volksinitiative vom 20. März 2013 «Rettet unser Schweizer Gold (Gold-Initiative)»

JA-Stimmen absolut: (580'815 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'973'558 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 22.7%
NEIN-Stimmen relativ: 77.3%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 0
NEIN-Stimmen: 23
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 24% 76% 47827 151603
Appenzell Ausserrhoden 28.5% 71.5% 5536 13921
Appenzell Innerrhoden 26% 74% 1306 3717
Basel-Landschaft 21.7% 78.3% 19925 72001
Basel-Stadt 21.4% 78.6% 12914 47456
Bern 21.6% 78.4% 73421 265753
Freiburg 21.3% 78.7% 19069 70291
Genf 23.5% 76.5% 28164 91591
Glarus 24.6% 75.4% 2598 7954
Graubünden 20.4% 79.6% 12510 48955
Jura 19.4% 80.6% 3932 16339
Luzern 24.7% 75.3% 32437 98659
Neuenburg 20% 80% 9416 37647
Nidwalden 24.6% 75.4% 3735 11425
Obwalden 27.8% 72.2% 3467 9019
Schaffhausen 28.5% 71.5% 9043 22656
Schwyz 29.3% 70.7% 15171 36680
Solothurn 23.6% 76.4% 19289 62532
St. Gallen 27.4% 72.6% 41678 110286
Tessin 33.3% 66.7% 31760 63547
Thurgau 27.2% 72.8% 20499 54759
Uri 25.9% 74.1% 2738 7826
Waadt 17% 83% 36358 177630
Wallis 21.2% 78.8% 23281 86440
Zug 20.3% 79.7% 8288 32472
Zürich 20.6% 79.4% 96453 372399

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (580'815 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'973'558 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 22.7%
NEIN-Stimmen relativ: 77.3%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (580'815 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'973'558 Stimmen)
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74,1 Prozent der Stimmenden sagt Nein zur Volksinitiative «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen».

So lautet das Schlussresultat. Bereits zuvor war klar geworden, dass die Vorlage am Ständemehr scheitert. Am Schluss sagte kein einziger Kanton Ja.

Die Stimmbeteiligung lag bei 48 Prozent. Das war zwar weniger als die 56 Prozent bei der Zuwanderungs-Initiative vom Februar. In den letzten Jahren lag die Stimmbeteiligung bei einem Schnitt von 45 Prozent.

Vorlage im Vergleich zum 9. Februar zu extrem

Longchamp zum Ecopop-Nein bei der 1. Hochrechnung

0:52 min, vom 30.11.2014

Offenbar sei die Mobilisierung der Initianten bedeutend schwächer ausgefallen als bei der letzten Vorlage zur Zuwanderung am 9. Februar. Die Pro-Komitees der Ecopop-Initiative seien nicht zu verwechseln mit der Maschinerie einer SVP, so Longchamp. Wenn diese ein Thema verteidigen wolle, könne sie «die ganze Schweiz auf die Beine bringen».

Hinzu komme, dass der Medientenor im Vorfeld der Abstimmung überwiegend negativ war: «Diese Initiative hat massive Konsequenzen für die Schweiz. Und das ist schädlich.»

Was vor der Abstimmung am wenigsten klar war: wie wird die SVP das Resultat beeinflussen. Immerhin ist sie es, welche in Vergangenheit migrationspolitischen Vorlagen zum Erfolg verholfen hatte.

Analyse zur Ecopop-Initiative von Claude Longchamp

2:38 min, vom 30.11.2014

Zwar hatte die SVP auf Bundesebene ein Nein empfohlen. Doch mehrere kantonale SVP-Ableger plädierten im Vorfeld für ein Ja. Doch – und das war laut Claude Longchamp ein wichtiger Faktor für das Nein zu Ecopop: «Die SVP übernahm bei Ecopop nicht den Lead.»

Möglicherweise sorgte das sogar zu Verwirrung bei SVP-Wählern. Die Folge: Die Mobilisierung der SVP-Anhänger ging zurück. Ganz im Gegenteil zum 9. Februar.

Die höchste Zustimmung fand die Ecopop-Initiative im Tessin. 36,9 Prozent sagten hier Ja. In Schwyz kamen 34,2 Prozent Ja-Stimmen zusammen, in Obwalden 32,6 Prozent.

Am deutlichsten ist die Ablehnung – wenig überraschend – in der Westschweiz: Der Kanton Waadt sagte mit 82,7 Prozent Nein, in den Kantonen Wallis, Neuenburg und Genf resultierten Nein-Stimmenanteile über 78 Prozent.

Die Ablehnung hatte sich schon bei der letzten SRG-Umfrage abgezeichnet. Mitte November hatten die Befürworter zwar gegenüber der vorherigen Umfrage zugelegt. Dennoch lagen die Gegner klar vorne.

Zuwanderung mit Ökologie verknüpft

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Claude Longchamp und Urs Leuthard diskutieren im Abstimmungsstudio.

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Die Initiative der Umweltorganisation Ecopop hatte dasselbe Ziel verfolgt wie die Masseneinwanderungsinitiative der SVP, ging aber deutlich weiter. Die Vorlage verlangte, dass die Zuwanderung auf 0,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung beschränkt wird – ein Bruchteil der heutigen Zahl.

Die Initianten forderten zudem, dass mindestens 10 Prozent der Entwicklungshilfegelder für freiwillige Familienplanung eingesetzt werden.

Die Menschheit könne nicht endlos wachsen, weder in der Schweiz noch global, lautete das Argument.

Die Gegner sahen dies anders: Ein Ja zur Ecopop-Initiative würde die aktuellen Bemühungen unterlaufen, gute Beziehungen zur EU zu sichern, hielt der Bundesrat fest. Die Initiative verstosse gegen Grundprinzipien, auf denen die Beziehungen der Schweiz mit der EU beruhten. Und von diesen hänge der Wohlstand der Schweiz ab. Zudem wären die Bilateralen mit einer Annahme hinfällig.

Sendungen zu diesem Artikel

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Reaktionen auf Ecopop-Initiative

    Aus Tagesschau vom 30.11.2014

    Die Parteiexponenten der Bundesratsparteien reagieren erleichtert auf das Nein zu Ecopop. Die Initianten allerdings sind enttäuscht, dass diese Chance zur Weichenstellung verpasst wurde. Einschätzungen von SRF-Bundeshausredaktor Hanspeter Trütsch.

  • Nein zu Ecopop

    Aus Tagesschau vom 30.11.2014

    Drei Viertel der Schweizer Stimmenden sagen Nein zu Ecopop. Damit ist die Initiative gescheitert. Die Vorlage ist auch am Ständemehr gescheitert. Kein Kanton nimmt die Initiative an.