Befürworter erstaunt über hohen Nein-Anteil

Nachdem die Service-public-Initiative bachab geschickt wurde, zeigt sich Initiant Peter Salvisberg enttäuscht über den hohen Anteil der Nein-Stimmen. Er will den Unternehmen der öffentlichen Hand jetzt aber genau auf die Finger schauen. Freude herrscht dagegen bei den Gegnern der Vorlage.

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Roundtable zur Service-public-Initiative

9:42 min, vom 5.6.2016

Befürworter der Initiative

    • Peter Salvisberg, Initiant

      Der Initiant der Service-Public-Initiative, Peter Salvisberg, sagt: «Ich habe gehofft, dass die Initiative besser ankommt. Die Initiative hat aber auf alle Fälle etwas Gutes erreicht – wenn man liest, was nun alles verbessert werden soll.»

      1:02 min vom 5.6.2016

    • Matteo Cheda, Initiant

      «Ich bin sehr überrascht über das Resultat. Der Fehler, den wir gemacht haben: Wir hätten den Verfassungstext im Hinblick auf den Abstimmungskampf anders formulieren sollen. Vielleicht sollten wir eine Roaming-Gebühren-Initiative lancieren. Das würden die Leute besser verstehen.»

      2:50 min vom 5.6.2016

Gegner der Initiative

    • Petra Gössi, FDP-Präsidentin

      «Das wichtigste Zeichen ist: Man erwartet einen qualitativ hohen Service public. Die Entwicklung in den Zustimmungszahlen zeigt: Der Titel der Initiative ist sehr verfänglich. Doch als man sah, was wirklich Inhalt ist dieser Initiative ist, begann sich das Blatt zu drehen, die Aufklärung hat gewirkt.»

      1:47 min vom 5.6.2016

    • Matthias Aebischer, SP-Nationalrat

      «Die hohen Cheflöhne sind uns ein Dorn im Auge.» Man wolle einen neuen Anlauf starten, um die Löhne von SBB-Chef Meyer & Co. zu limitieren. Auch bürgerliche Politiker hätten sich im Vorfeld der Abstimmung entsprechend geäussert: «Die nehmen wir nun beim Wort.»

      aus Rendez-vous vom 05.06.2016

    • Stefan Müller-Altermatt, CVP-Nationalrat

      «Die Stimmbürger haben offensichtlich erkannt, dass die Initiative irreführen ist. Sie heisst Pro-Service-public, ist aber gegen den Service public. Die Schweizer haben heute gesagt: ‹Wir vertrauen in den Service public›. Deshalb ist der Umschwung gekommen. Ich bin sehr glücklich darüber.»

      0:33 min vom 5.6.2016