- Die Opferhilfestellen in der Schweiz haben im Jahr 2025 sieben Prozent mehr Beratungen durchgeführt als im Vorjahr.
- Zugleich stiegen die ausbezahlten Entschädigungen und Genugtuungen laut dem Bundesamt für Statistik um zehn Prozent auf 7.3 Millionen Franken.
Von den 55'260 Beratungen wurden 72 Prozent von weiblichen Opfern oder Angehörigen in Anspruch genommen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. 17 Prozent der Hilfesuchenden waren zum Zeitpunkt der Beratung minderjährig. Etwas mehr als 40 Prozent besassen laut BFS die Schweizer Staatsangehörigkeit.
Die Beratungen betrafen am häufigsten Körperverletzungen oder Tätlichkeiten. Ein Drittel der Gespräche drehte sich um Erpressung, Nötigung oder Drohung. Bei 28 Prozent der Beratungen ging es um Sexualstraftaten, wie es weiter hiess.
Bei der Täter-Opfer-Beziehung war in gut 27 Prozent die Tatperson unbekannt. An zweiter Stelle folgen mit rund einem Viertel der aktuelle Partner oder die aktuelle Partnerin.
Die Opferhilfe umfasste vor allem juristische, psychologische und soziale Unterstützung. Bei den finanziellen Leistungen entfiel der grösste Anteil auf Anwaltskosten und Notunterkünfte.