- Der ehemalige Freiburger SP-Nationalrat, Grossrat und Staatsrat Erwin Jutzet ist 74-jährig gestorben.
- Die «Freiburger Nachrichten» bestätigten der Agentur Keystone-SDA den Eingang der Todesanzeige. Die Zeitung hat auf ihrem Newsportal über den Todesfall berichtet.
Erwin Jutzet war 1995 bis 2007 Nationalrat. Er präsidiert unter anderem die Aussenpolitische Kommission. Zudem war er Mitglied der Rechtskommission.
Initiant des Freiburger Sprachenartikels
1981 wurde er als Abgeordneter des Sensebezirks in den Freiburger Grossen Rat gewählt, dem er bis 1995 angehörte. Er setzte sich dort dafür ein, dass Deutsch und Französisch als gleichberechtigte Amtssprachen anerkannt werden. Seine Motion führte 1990 zur Revision des Sprachenartikels der Freiburger Kantonsverfassung.
Bei den eidgenössischen Wahlen 1995 wurde Jutzet in den Nationalrat gewählt und vertrat den Kanton Freiburg bis März 2007. Ab 2007 war Jutzet Mitglied der Kantonsregierung als Sicherheits- und Justizdirektor. 2011 war er Staatsratspräsident und trat 2016 zurück.
Jutzet hatte Rechtswissenschaften in Freiburg studiert und arbeitete als Jurist im kantonalen Departement für Gemeinden und Pfarreien. Später war er Gerichtsschreiber am Bezirksgericht See und Ersatzrichter am Kantonsgericht und am Bundesgericht.