Der Winter lässt nicht locker Schneefälle lähmen Teile der Schweiz

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Bildlegende: Auch die Vorbereitung für den Staatsbesuch aus China wurden vom Schnee überlagert. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Nacht auf Samstag ereigneten sich wegen schwieriger Strassenverhältnisse mehrere Verkehrsunfälle – so zum Beispiel im Kanton Aargau.
  • Heftige Schneefälle hatten zuvor in Bern zur Einstellung einzelner Buslinien geführt.
  • Auch im Busnetz des Regionalverkehrs Bern-Solothurn kam es zu Verspätungen.

In der Nacht auf Samstag kam es im Kanton Aargau zu mehreren Verkehrsunfällen. Zum Teil waren die schwierigen Strassenverhältnisse dafür verantwortlich, in drei Fällen jedoch auch übermässiger Alkoholkonsum.

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Bildlegende: Winterlandschaft Bern. Auch der öffentliche Verkehr musste der weissen Pracht zeitweise Tribut zollen. Keystone

Bereits am Freitag hatten sich auf den teilweise schneebedeckten Strassen im Kanton Bern über 50 Verkehrsunfälle ereignet. Mehrere Personen wurden dabei verletzt, im Emmental kam eine Frau ums Leben.

Verspätungen im öffentlichen Verkehr

Probleme mit verschneiten oder eisigen Strassen hatte auch Bernmobil. Immer wieder teilten Berns städtische Verkehrsbetriebe im Verlauf des Tages per Kurznachrichtendienst Twitter mit, wegen Eis oder Schnee seien bestimmte Linien unterbrochen oder es sei mit Ausfällen oder Verspätungen zu rechnen.

Am Abend schneite es in der Region Bern teilweise stark, so dass Bernmobil einzelne Buslinien vorübergehend einstellte. Wegen der Schneefälle sei auf dem ganzen Netz mit Verspätungen zu rechnen, vermeldete Bernmobil. Auch auf dem Busnetz des Regionalverkehrs Bern-Solothurn kam es zu Verspätungen.

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Bildlegende: Winterliche Verhältnisse hielten insbesondere Autolenker in der Region Bern in Atem. Keystone

BKW meldete Stromausfall

Im Kanton Bern waren bis Freitagmorgen 27 Meldungen im Zusammenhang mit dem vorhergehenden Sturm bei der Polizei eingegangen, erklärte Mediensprecher Dominik Jäggi. Vereinzelt wurden auch Gerüstteile auf die Strasse geweht und in Evilard/Leubringen und in Frinvillier im Berner Jura fiel der Strom aus.

Die BKW meldete am Freitagmorgen auch einen Stromausfall in der Region Mühleberg. Wegen verschiedener Versorgungsunterbrüche seien zeitweise mehr als 10'000 BKW-Kunden ohne Strom gewesen.

Christbäume weggeblasen

In der Zentralschweiz mussten Feuerwehren vereinzelt wegen entwurzelter Bäume und umgewehter Bauabschrankungen ausrücken. In Hergiswil (NW) krachte eine Pappel auf zwei Autos. Verletzt wurde niemand.

Im Kanton Schwyz wurden in Ibach mehrere zur Entsorgung bereitgestellte Christbäume weggeblasen und mussten wieder eingesammelt werden. In Sursee und Ebersecken im Kanton Luzern rückten Feuerwehren aus, um Strassen von umgestürzten Bäumen zu befreien. Bei Kriens fiel die Luftseilbahn wegen starker Winde aus.

Wie die SBB mitteilte, war der Schienenverkehr zwischen Basel SBB und Basel Badischer Bahnhof wegen des Unwetters vorübergehend unterbrochen. Wegen starker Winde fielen auch die Züge zwischen Weissbad (AI) und Wasserauen (AI) auf der Linie Gossau (SG) - Wasserauen aus. Auf dem Bodensee musste der Fährdienst eingestellt werden.

Auf den Sturm folgen eisige Tage

Bis Sonntag soll vor allem entlang der Alpen immer wieder Schnee fallen, da sich die Feuchtigkeit staut. Am meisten Schnee im Flachland erwartet man mit rund zehn Zentimetern im Aargau und Luzerner Mittelland. Entlang der Alpen soll es etwa 15 bis 40 Zentimeter Schnee geben.

Entsprechend verschärfte sich die Lawinengefahr. Sie stieg in den Alpengebieten teilweise auf die zweithöchste Stufe an. Betroffen war das westliche Unterwallis sowie der nördliche Alpenkamm von Ovronnaz (VS) über die Berner und Urner Alpen bis zu den Glarner Alpen. Sonst herrschte verbreitet erhebliche Lawinengefahr.

Ab Sonntag folgen eisige Tage, an welchen die Tageshöchstwerte deutlich unter Null liegen sollen. Damit dürften viele Weiher und kleinere Seen zufrieren.