HSBC schneidet überraschend schlecht ab

Europas grösste Bank spürt die Konjunkturabkühlung in China noch deutlicher als gedacht: HSBC fuhr im vierten Quartal 2015 einen Verlust ein, wie das britische Finanzinstitut mitteilt. Das Ergebnis liegt klar unter den Erwartungen der Analysten.

Menschen gehen vor HSBC-Filiale in Hongkong vorbei, einer mit einem Regenschirm in der Hand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die britische HSBC-Bank konzentriert sich stark auf den asiatischen Markt. Keystone

Schwierige Märkte, eine höhere Vorsorge für mögliche Kreditausfälle und steigende Kosten für neue Auflagen haben Europas grösste Bank HSBC im vergangenen Jahr belastet. Im vierten Quartal fiel sogar überraschend ein Verlust von 858 Millionen Dollar an.

Über das gesamte Jahr gesehen ging der Gewinn leicht auf 13,5 Milliarden Dollar zurück, wie das Finanzinstitut in London mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern sei im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 20,4 Milliarden Dollar gefallen. Die operativen Erträge stagnierten bei knapp 58 Milliarden Dollar.

Türkei-Geschäft bleibt im Haus

Experten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Das langsamere Wirtschaftswachstum in China erschwere allerdings das geschäftliche Umfeld, erklärte das traditionell stark auf Asien konzentrierte Institut.

Bank-Chef Stuart Gulliver, der im Sommer den Sparkurs und Umbau des Konzerns forciert hatte, kündigte zudem eine Kehrtwende in der Türkei an. Da es an guten Geboten für das eigentlich zum Verkauf stehende Geschäft dort gegeben hat, soll es jetzt im Unternehmen bleiben und umgebaut werden.