Kosten für Stromübertragung werden 2017 leicht sinken

Für die Stromkonsumenten in der Schweiz werden die Kosten für die Nutzung des Übertragungsnetzes 2017 leicht zurückgehen. Für einen Haushalt mit vier Personen macht dies etwa drei Franken aus.

Strommasten der Swissgrid bei Laufenburg (AG) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht nur die Stromproduktion, auch der Transport der Energie fällt als Kostenfaktor an. Keystone

Die Kosten für die Nutzung des Schweizer Stromnetzes werden 2017 leicht sinken. Ein Vierpersonenhaushalt wird im Durchschnitt 59 Franken dafür bezahlen müssen. Das sind drei Franken weniger als im laufenden Jahr.

Wie die Netzwerkbetreibergesellschaft Swissgrid mitteilte, bleiben hingegen die Kosten für die Infrastruktur und deren Unterhalt unverändert. Lediglich der Tarif für die Systemdienstleistungen werde um 11 Prozent sinken auf 0,40 Rappen (2016: 0,45 Rappen) pro Kilowattstunde verbrauchtem Strom.

Günstigere Beschaffung

Grund für die sinkenden Tarife sind laut Swissgrid tiefere Beschaffungskosten für Regelenergie. Das ist die Energie, mit der Swissgrid die Differenz zwischen Stromproduktion und -verbrauch ausgleicht.

Weil die Übertragungsgesellschaft Swissgrid die Tarife jeweils im Voraus festlege, weichen die tatsächlichen Kosten und Erlöse innerhalb des Geschäftsjahres von den Planzahlen ab. Die Unterdeckung beim Jahresabschluss 2013 wirke sich auch positiv für die Stromkunden aus.

Das Ziel von Swssgrid sei, die Tarife längerfristig konstant halten zu können. Dafür hat sie auch geplante Investitionen zurückgeschraubt. Allerdings sei eine Prognose über die Tarifentwicklung «mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden».