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Nationaler Finanzausgleich Finanzausgleich 2027: Die Profiteure sind Bern, Wallis und Aargau

  • Im Jahr 2027 fliesst insgesamt mehr Geld von finanzstarken Kantonen zu den finanzschwachen als in diesem Jahr.
  • Das zeigen neue Berechnungen der eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) für das nächste Jahr.
  • Am meisten in den Topf für den Finanzausgleich zwischen den Kantonen bezahlt wieder der Kanton Zug ein – nämlich eine halbe Milliarde Franken.
  • Auf der anderen Seite ist erneut Bern mit Abstand der grösste Nehmerkanton – mit gut 1.7 Milliarden Franken.

Der Kanton Bern profitiert am meisten vom nationalen Finanzausgleich 2027. Netto gehen rund 1.7 Milliarden Franken an den zweit­bevölkerungsreichsten Kanton. Insgesamt steigen die Ausgleichszahlungen gegenüber diesem Jahr deutlich an.

Hinter dem Kanton Bern erhalten das Wallis mit 897 Millionen Franken und der Aargau mit knapp 709 Millionen Franken am meisten von den Ausgleichszahlungen, wie der EFV-Bericht zeigt.

Die grossen Geldgeber

Grösster Geldgeber ist der Kanton Zug. Dieser zahlt netto rund 529 Millionen Franken in den Finanzausgleich ein. Dahinter folgen Genf mit knapp 497 Millionen Franken und Zürich mit 369 Millionen Franken, so der Bericht. Ebenfalls zu den Geberkantonen zählen Schwyz, Basel-Stadt, Nidwalden und Schaffhausen.

Pro Kopf werden die Einwohnenden der Kantone Zug (429 Franken), Genf (221 Franken) und Schaffhausen (168 Franken) am meisten vom Finanzausgleich belastet. Pro Kopf am meisten erhalten laut der EFV Einwohnende der Kantone Thurgau (252 Franken), Uri (190 Franken) und Solothurn (176 Franken).

Ausgleichszahlungen steigen deutlich an

Insgesamt stieg der Finanzausgleich gegenüber 2026 um 527 Millionen Franken auf 6.9 Milliarden Franken an, schreibt die EFV. Davon entfallen 5.7 Milliarden Franken auf den Ressourcenausgleich, 0.9 Milliarden Franken auf den Lastenausgleich und 0.3 Milliarden Franken auf temporäre Massnahmen. Der Bund trägt rund zwei Drittel der Zahlungen, der Rest entfällt auf die Kantone. 2026 betrug der Finanzausgleich noch 6.4 Milliarden Franken.

Hauptgrund für das deutliche Wachstum sei der Anstieg des Ressourcenausgleichs, heisst es weiter. Dieser hat zum Ziel, Kantone mit unterdurchschnittlichen eigenen Ressourcen mit genügend frei verfügbaren Finanzmitteln auszustatten. Die Mindestausstattung ist gesetzlich geregelt und beläuft sich auf 86.5 Prozent des schweizerischen Durchschnitts.

Massgebend für die Berechnung des Ressourcenausgleichs 2027 seien die steuerlichen Bemessungsjahre 2021, 2022 und 2023, so die EFV. Die Ausgleichszahlungen an die ressourcenschwachen Kantone seien gegenüber 2026 um 540 Millionen Franken auf 5.7 Milliarden Franken angestiegen.

Kantone prüfen Bericht

Dieser Beitrag wird gemäss der Finanzverwaltung zu 60 Prozent durch den Bund und zu 40 Prozent durch die ressourcenstarken Kantone finanziert. Der Anstieg resultiert zu zwei Fünfteln aus dem Zuwachs der Steuereinnahmen. Die anderen drei Fünftel ergeben sich aus der Zunahme der Unterschiede zwischen den Kantonen, welche an der Veränderung der Ressourcenindizes der Kantone gemessen werden.

Bei zehn Kantonen steigt der Index 2027 gegenüber dem Vorjahr an und bei 16 Kantonen ist er rückläufig. Die grösste Zunahme des Ressourcenindexes verzeichnet Zug. Thurgau und Obwalden verzeichnen den grössten Rückgang.

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Der Bericht der EFV wird den Kantonen zur Stellungnahme unterbreitet. Die Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und -direktoren wird im September zu den Berechnungen Stellung nehmen und dem Eidgenössischen Finanzdepartement Bericht erstatten.

SRF 4 News, 9.6.2026, 10 Uhr ; 

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