Schweizer VW-Kunden müssen auf Entschädigung warten

Dicke Luft am Verhandlungstisch um Entschädigungen im Abgas-Skandal: Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) wirft dem Schweizer VW-Importeur Amag eine sture Haltung vor und setzt die Verhandlungen aus.

Ein VW auf dem Prüfstand mit offener Wagentür, im Inneren sitzt ein Techniker Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Schweiz sind rund 180'000 VW-Kunden vom Abgas-Skandal mit manipulierten Dieselmotoren betroffen. Keystone

Die VW-Importeurin Amag stelle sich kategorisch auf den Standpunkt, dass bei den betroffenen Fahrzeughaltern kein finanzieller Schaden entstanden sei, schreibt die SKS in einer Mitteilung. Dabei hätten ihr, der SKS, die Konsumentenschützer nachweisliche Schadenfälle vorlegt. Auf dieser Basis sei eine Einigung unmöglich, hält die SKS fest.

In der Schweiz sind schätzungsweise rund 180'000 Autos von Marken der Volkswagen-Gruppe mit manipulierten Dieselmotoren bestückt. Drei Konsumentenschutzorganisationen, darunter die SKS, versuchen gemeinsam in einer Vereinbarung mit der Amag zu erreichen, dass alle betroffenen Autobesitzer generell entschädigt werden. Die SKS strebe eine «rasche und unbürokratische» Schadenregelung für die VW-Kunden an, betont sie.

Während die SKS ihre Verhandlungstaktik nun verschärft, setzen die Konsumentenschützer der Westschweiz weiterhin auf den Dialog.