Starker Franken: Clariant schreibt weniger Gewinn

Der Spezialchemiekonzern hat im Jahr 2015 die Währungsentwicklungen zu spüren bekommen und schreibt drei Prozent weniger Gewinn. Dafür überschritt Clariant beim Umsatz die Erwartungen der Analysten – obwohl auch dieser tiefer ausfällt als im Vorjahr.

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Clariant kämpft mit starkem Franken

1:50 min, aus Tagesschau am Mittag vom 17.2.2016

Der starke Franken setzt auch dem Spezialchemiekonzern Clariant zu: Sein Umsatz sank um fünf Prozent auf 5,807 Milliarden Franken. Ohne die Währungsschwankungen wäre er um drei Prozent gestiegen, wie das Unternehmen mitteilt. Der Betriebsgewinn (Ebit) fiel um sechs Prozent auf 496 Millionen Franken, der Reingewinn sank um drei Prozent auf 227 Millionen Franken. Grund für den Rückgang seien höhere Finanzkosten und geringere Erträge durch Veräusserungen als im Jahr 2014.

Damit hat Clariant zwar die Umsatzerwartungen der Finanzanalysten übertroffen, die Prognosen beim Gewinn aber klar verfehlt. Die Analysten gingen im Durchschnitt davon aus, dass der Konzern einen Umsatz von 5,77 Milliarden Franken generiert und prognostizierten ein Ebit von 527 Millionen Franken bei einem Reingewinn von 280 Millionen Franken.

Hariolf Kottmann an der Pressekonferenz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kampf mit starkem Franken und sinkender Nachfrage in China: Hariolf Kottmann, CEO des Chemiekonzerns Clariant. Keystone

China drückt Resultat auf asiatischem Markt

Neben den Währungsschwankungen machte Clariant vor allem das Chinageschäft zu schaffen. Die schwache Nachfrage ebenda habe nicht durch kleinere asiatische Länder kompensiert werden können, so Clariant. Das Resultat: Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik sank um ein Prozent. Noch deutlicher schrumpften die Verkäufe in Lokalwährungen in der Region Naher Osten und Afrika: minus sechs Prozent. In Europa kam es zu einem Rückgang wegen schwächerer Nachfrage. Dafür war das Wachstum auf dem amerikanischen Kontinent gut.