UBS-Chef Ermotti erhielt Lohn von 14,3 Millionen

Die Grossbank UBS hat ihren Vergütungsbericht veröffentlicht: CEO Sergio Ermotti hat letztes Jahr gut drei Millionen Franken mehr verdient als 2014. Auch die Mitglieder des Verwaltungsrates werden grosszügig vergütet. Für hängige Rechtsfälle wurden erneut rund drei Milliarden Franken zurückgestellt.

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Bildlegende: Top-Lohn: UBS-CEO Sergio Ermotti verdient 2015 deutlich mehr als im Vorjahr. Keystone

93,4 Millionen Franken gab die Grossbank UBS im Jahr 2015 für Entschädigungen ihres Topmanagements aus. Deutlich mehr als 2014: Damals lag die Zahl bei 80,1 Millionen Franken.

Konzernchef Sergio Ermotti darf sich dabei über das grösste Stück vom Kuchen freuen: Seine Gesamtentschädigung beläuft sich auf 14,3 Millionen Franken, drei Millionen mehr als im Vorjahr. Sein Grundgehalt von 2,5 Millionen Franken blieb zwar konstant. Zusammen mit anderen Leistungen kam er aber auf eine fixe Vergütung von 2,8 Millionen Franken. Interessanter dürfte für ihn der variable Vergütungsanteil sein: Dieser stieg von 8,4 Millionen Franken auf 11,5 Millionen.

Verwaltungsrat bekommt etwas weniger

Der Gesamtverwaltungsrat muss sich mit insgesamt 12,8 Millionen Franken zufrieden geben. 2014 waren für ihn noch 13 Millionen ausgeschüttet worden.

Allerdings kann sich zumindest Verwaltungsratspräsident Axel Weber über mehr Geld auf dem Konto freuen: Seine Gesamtentschädigung fiel mit genau sechs Millionen Franken etwas höher aus als 2014. Damals bekam er 5,9 Millionen.

Drei Milliarden für hängige Rechtsfälle zurückgestellt

Der mehrere hundert Seiten dicke UBS-Geschäftsbericht gibt zugleich ausführliche Angaben zu hängigen Rechtsfällen. So heisst es unter anderem, dass die Grossbank im Fall Fifa mit den Behörden kooperiere. Die UBS geht zugleich davon aus, dass bald noch mehr Behörden Ermittlungen aufnehmen könnten, wie SRF-Wirtschaftsredaktorin Eveline Kobler berichtet.

Blick auf den UBS-Geschäftsbericht

1:41 min, aus HeuteMorgen vom 18.03.2016

Verwiesen wird dabei auf die Einführung des Automatischen Informationsaustauschs, der ausländischen Behörden den Zugang zu Bankinformationen ihrer Steuerpflichtigen ermöglichen wird.

Das könnte den einen oder anderen Steuervogt laut UBS dazu veranlassen, das grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsgeschäft durchleuchten zu wollen. Insgesamt hat die UBS für hängige Rechtsfälle und allfällige Bussen rund drei Milliarden Franken zurückgestellt. Ein happiger Betrag, der nur minim kleiner ist als vor einem Jahr.