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Marton Stark: Von der Hölle ins Paradies
Doppelpunkt, 11.03.2014, 20:03 Uhr

Marton Stark: Von der Hölle ins Paradies

Der Winterthurer Heinz Bachmann findet im Nachlass seiner Mutter Aufzeichnungen des rumänischen Juden Marton Stark. Sie dokumentieren dessen Zeit in Konzentrationslagern im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. Bachmann begibt sich auf eine mehrjährige Suche nach ihm und findet ihn in den USA.

Die Begegnung mit Heinz Bachmann ist für Marton Stark beglückend, da er seine Aufzeichnungen nach Jahrzehnten wieder in Händen hält. Er wurde 1929 geboren und lebt heute mit seiner Familie in den USA.

Ein Jahr vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Marton Stark aus dem Ghetto in Budapest in ein Konzentrationslager verschleppt. Er überlebt, mehr tot als lebendig. Von Fleckfieber und Tuberkulose gezeichnet, kommt er zur Erholung nach Davos in die Schweiz, in die jüdische Heilstätte Etania.

Um das psychische Wohl kümmert sich Elise Welti, eine Büroangestellte des Roten Kreuzes. Auf ihre Anregung hin, verfasst Stark sein KZ-Tagebuch. Elise Welti ist die Grosstante von Heinz Bachmann.

Damals war Davos ein kosmopolitischer Ort. Mitte des 19.Jahrhunderts wird Davos von deutschen Medizinern als Luftkurort entdeckt und gefördert. Im und unmittalbar nach dem Zweiten Weltkrieg sind deshalb 15 Prozent der Bevölkerung deutscher Abstammung. Der Bevölkerungsmix damals mutet leicht surreal an: Nazis leben neben alliierten verwundeten Soldaten sowie jüdischen und anderen Kriegsflüchtlingen.

Der «Doppelpunkt» zeichnet Marton Starks Erlebnisse im KZ nach, zeigt die Spurensuche von Heinz Bachmann und das Davos der 40er Jahre. Zudem wird in der Sendung die damalige Schweizerische Hilfsaktion «Buchenwaldkinder» beleuchtet, dank der Stark in die Schweiz gekommen war und die heute nicht ohne Kritik dasteht.

Bachmann, Heinz/Stark, Marton: Von Auschwitz nach Beverly Hills. Verlag:Edition 381. 2013. 2. Auflage. ISBN:978-3-9524044-5-4

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