«A Point» kocht international: 5 Rezepte aus aller Welt

Luftig frittierte «Banana Puff Puffs», ein königliches Gebäck aus Grossbritannien, einladende Gambas-Tapas, ein vitaminreicher Guacamole-Dip oder eine traditionelle Miso-Ramen-Suppe aus Japan. «A Point»-Kochredaktorin Maja Brunner hat internationale Rezepte ausprobiert.

«A Point»-Kochredaktorin Maja Brunner hat internationale Rezepte ausprobiert. Hier gibt es die Rezepte mit Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Nachkochen.

Aus den Komoren: «Banana Puff Puffs» als Snack

Bananen Puff Puffs auf einem Teller. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die komorische Banana Puff Puffs. SRF

Dieser Bananen-Snack aus den Komoren taucht in vielen Teilen Afrikas auf und bringt einen Hauch Exotik auch in Schweizer Küchen. Die fritterten Teigkugeln werden je nach Region «bonbons bananes», «beignets de banane» oder (wie auf den Komoren) «Banana Puff Puffs» genannt.

Die Komoren waren bis 1975 eine französische Kolonie und liegen im Südosten des afrikanischen Kontinents. Durch die Kolonisation lebten Sklaven aus Indien, Afrika und Arabien auf einer kleinen Fläche, dementsprechend vermischten sich auch die Kocharten der verschiedenen Kulturen. Durch den fruchtbaren Boden auf den Inseln sind Früchte beliebte Zutaten.

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Aus Japan: Die Miso Ramen Suppe

Eine Suppe mit Nudeln, Frühlingszwiebeln, Ei und einer braune Brühe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die japanische Miso Ramen Suppe. SRF

Obwohl die sorgfältig dekorierte Miso Ramen Suppe nach viel Arbeit aussieht, ist sie ganz schnell und einfach auch selber gemacht. Ramen Nudeln sind ursprünglich aus China, wurden aber «japanisiert». Der New Yorker Professor George Solt studierte die Geschichte der Ramen Nudeln: Die USA nutzte die Nudeln nämlich im Zweiten Weltkrieg, um den Kommunismus zu bekämpfen. Dies tat sie durch den Import von Weizenmehl, verhinderte somit einen Lebensmittelmangel in Japan – und machte das Land somit unabhängiger vom Kommunismus.

Gegessen wird die Miso Ramen Suppe traditionellerweise in einer Schale, mit Stäbchen und einem «asiatischen Löffel», der flach und meistens aus Plastik ist. Entweder man isst die Nudeln direkt mit den Stäbchen oder legt sie mit den Stäbchen auf den Löffel. Die Suppe schlürft und trinkt man aus der Schüssel. Traditionell isst man die Nudeln relativ bald, da sie sonst zu viel Flüssigkeit aufsaugen und zu weich werden.

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Grossbritannien: Scones für den Afternoon-Tea

Scones. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Scones für den Afternoon-Tea SRF

Nicht ganz einfach zu backen sind sie, die traditionellen Scones, bekannt vom Afternoon Tea im Vereinigten Königreich. Der Legende nach war Herzogin Anna von Bedford im 19. Jahrhundert das Warten zwischen Mittagessen und Nachtessen zu lange. Deswegen liess sie sich Köstlichkeiten aus der Küche ins Boudoir schicken. Mit der Zeit gesellten sich Familie und Freunde zu ihr – geboren war die Tradition des Afternoon Tea.

Der exklusive High- oder Afternoon-Tea wird traditionellerweise mit Scones mit einer festen Sahne namens «Clotted Cream», Erdbeerkonfitüre, süssen Patisserie und Fingersandwiches auf einer Etagère angerichtet.

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Spanien: Gambas al ajillo

Krevetten auf einem kleinen Tellerchen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die spanischen Gambas. SRF

Frische Gambas, Knoblauch, Chilli, Petersilie und Olivenöl. Mehr braucht man für diese leckere Tapas-Variante nicht. Im Spanischen heisst «Tapa» Deckel. Wie die Spezialität entstand, ist unterschiedlich überliefert. Einer Legende nach legte ein ideenreicher Kellner im 13. Jahrhundert König Alfonso X eine Scheibe Käse auf den Glasrand, um den königlichen Sherrywein vor Staub vom Meer zu schützen. Andere Geschichten besagen, dass die Käse- oder Brotscheiben das Glas Wein vor lästigen Fliegen schützen sollte. Traditionellerweise werden Tapas zu später Stunde, gemütlich und langsam gegessen.

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Mexiko: Guacamole selbstgemacht

Guacamole wird vermischt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die mexikanische Guacamole. SRF

Guacamole von Grund auf selber machen ist simpel. Hauptzutat ist die Avocado. Die «Aguacate», wie sie auf Spanisch heisst, ist aus der mexikanischen Küche nicht wegzudenken und wurde schon von den Azteken als vitamin- und mineralstoffreiche Frucht geschätzt.

Für den mexikanischen Dip muss die Avocado zwingend reif sein. Um die reife Frucht im Laden zu erkennen, kann man sie auf der hohlen Hand leicht andrücken – nicht mit den Fingern, aber mit der ganzen Hand. Eine reife Frucht ist etwas weich. Zuhause reifen Avocados schneller in der Nähe von Äpfeln oder können in Papiertüten oder in Zeitungspaper eingewickelt werden. Der Test an der gekauften Frucht: den Stielansatz abnehmen, um das innere Fleisch anzuschauen: gelbgrün ist perfekt, braun kann schon etwas überreif sein.

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