«Flesh and Bone»: Die erste gute Tanzserie!

Dieser Tage feiert der Kulttanzfilm «Dirty Dancing» seinen dreissigsten Geburtstag. Nicht der einzige erfolgreiche Tanzfilm: «Saturday Night Fever», «Fame», «Billy Elliot» oder «Black Swan» - um nur einige zu nennen. Aber gibt es eigentlich auch Tanzserien? Kaum gute - ausser «Flesh and Bone».

Die talentierte Jungtänzerin Claire und ihr sadistischer Tanzlehrer Paul in der Serie «Flesh and Bone». Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die talentierte Jungtänzerin Claire und ihr sadistischer Tanzlehrer Paul in der Serie «Flesh and Bone». starz

Serientipps

    • «Flesh and Bone»

      Von Tanzfilmklassikern sind wir uns Feelgood-Stimmung gewöhnt. Damit bricht «Flesh and Bone». Die Serie kommt düster daher und behandelt happige Themen wie Drogensucht, Prostitution, Menschenhandel und Inzest. Die klassische Tanzhandlung fehlt trotzdem nicht: Hübsches Mädchen vom Lande kommt in die grosse Stadt New York und schafft es an eine renommierte Tanzschule. Und dann beginnen die Probleme. Die Serie gibt es als DVD und bei diversen Portalen als legalen Download.

      Trailer «Flesh and Bone»

      2:12 min

    • «Top of the Lake».

      Die toughe Polizistin Robin (Elisabeth Moss) soll im Missbrauchsfall eines 12-jährigen schwangeren Mädchens ermitteln. Die Ermittlungen laufen harzig, denn die Polizei in der abgelegenenen Region Neuseelands ist in Vetternwirtschaft verstrickt. Der Hauptverdächtige ist der Vater des Mädchens. Er betreibt ein Drogenlabor, an dessen Profit die halbe Bevölkerung der Region beteiligt ist. Deshalb bekommt die Ermittlerin kaum Aussagen gegen ihn. Deprimierende Handlung und trostlose Landschaft fügen sich zusammen zu einem tiefgreifenden Portrait der Gegend. Die herausragende erste Staffel von «Top of the Lake» gibt es auf DVD und bei diversen Portalen als legalen Download. Die zweite Staffel läuft derzeit immer Donnerstags bei BBC2.

      Trailer «Top of the Lake»

      1:59 min

    • «Wayward Pines»

      Protagonist Ethan Burke (Matt Dillon) wacht nach einem Autounfall im idyllischen amerikanischen Kleinstädtchen «Wayward Pines» auf. Schnell merkt er, dass etwas nicht stimmt. Die Bewohner der Stadt wirken fremdgesteuert, folgen merkwürdigen Regeln und dürfen den Ort nicht verlassen. Ein elektrischer Zaun riegelt die Bewohner von der Aussenwelt ab. Oder ist es umgekehrt, soll die Aussenwelt nicht ins friedliche Idyll drängen? Eine Frage, die sich während der ersten Staffel häppchenweise klärt, so wie man es von Mystery-Erfolgsserien wie «Lost» oder «Twin Peaks» kennt. Allerdings ist das Tempo in dieser Serie deutlich höher. Die Macher mischen Horror und Action in die Serie, jedoch ohne ins allzu Trashige abzurutschen. Empfehlenswert ist vor allem die erste Staffel, der zweiten fehlt etwas der Zauber des Mysteriösen. «Wayward Pines» ist als DVD und als Download bei diversen Portalen erhältlich.

      Trailer «Wayward Pines»

      2:12 min

    • «Versailles»

      Die britische Boulevardzeitung «The Sun» hat die Sexszenen in Versailles gezählt und kommt auf bis zu sieben pro Stunde. Das seien so viele wie nie zuvor in einer am Fernsehen gezeigten Serie. Als Zuschauer fällt das allerdings nicht besonders auf, man ist sich nackte Haut am Fernsehen inzwischen gewohnt. Die Serie zeigt die Zeit des Aufstiegs von Sonnenkönig Louis XIV. Neben Intrigen am Hof wird in den zwei bereits gedrehten Staffeln auch der jahrzehntelange Bau des Prachtsschlosses von Versailles gezeigt. Die Serie ist bildgewaltig gedreht und man kriegt auf unterhaltsame Weise eine kleine Lektion in der Geschichte Europas im 17. und 18. Jahrhundert. Erhältlich ist die Serie unter anderem bei Netflix.

      Trailer «Versailles»

      2:19 min

    • «The Handmaid's Tale»

      Die Serie zeigt ein schreckliches aber nicht allzu fernes Zukunftsszenario: Wegen Umweltverschmutzung ist ein Grossteil der Menschheit unfruchtbar. Fruchtbare Frauen macht der totalitäre Staat zu «Handmaid's». Sie werden in reiche Familien geschickt, dort von den Hausherren zeremoniell vergewaltigt und dienen der Oberschicht als Gebärmaschinen. Die Serie ist brillant gemacht und perfekt ins aktuelle Zeitgeschehen eingebettet, wo in vielen Ländern totalitäre Tendenzen immer stärker werden. Legal ist «The Handmaid's Tale» bislang erst in den USA via Streamingdienst «Hulu» verfügbar.

      Trailer «The Handmaid's Tale»

      2:01 min

    • «The Man in the High Castle»

      Zu Beginn der 60er-Jahre haben die Achsenmächte Amerika unter sich aufgeteilt. Den Nazis gehört die Ostküste, den Japanern der Westen. Die von «Alien»-Regisseur Ridley Scott mitproduzierte Serie zeigt mit grosser Liebe fürs Detail eine Welt, in der die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen haben. Neben der düster-romantischen Ästhetik überzeugt auch die Story um eine junge Amerikanerin, die beginnt, sich gegen die Regimes aufzulehnen und so in die Welt von Geheimdiensten und Spionen gerät. Die Serie ist erhältlich beim Dienst «Amazon Prime».

      Trailer «The Man in the High Castle»

      2:30 min

    • «Big Little Lies»

      «Desperate Housewives» in cool. So könnte man «Big Little Lies» beschreiben. Drei überprivilegierte Mütter, die mit ihren Familien in Luxuswillen an der schroffen Küste von Monterey, Kalifornien, leben. Hinter der schönen Fassade spinnen sie allerdings wüste Intrigen. Die Serie ist in melancholisch-schönen Bildern gefilmt. Sie zeigt neben den Leben der Frauen auch die Aufklärung eines Mordes an einer Wohltätigkeitsgala. Als Bonus fürs Auge: Hollywood-Superhottie Alexander Skarsgård, der Nicole Kidmans Mann spielt. Die HBO-Serie gibt's in der Schweiz bei Teleclub (Sky Atlantic).

      Trailer «Big Little Lies»

      3:45 min

    • «Love»

      Anders als der Titel impliziert, geht es in dieser Netflix-Dramedy nicht nur um die Liebesgeschichte der beiden Hauptpersonen Gus und Mickey. Die Serie zeigt, wie der liebenswürdige Nerd Gus und die heisse Chaotin Mickey versuchen, mit ihrem Leben in Los Angeles klar zukommen. Man findet einige Parallelen zum eigenen Leben, über die man lachen und manchmal auch ein bisschen nachdenken kann. Zu finden bei «Netflix».

      Trailer «Love»

      3:45 min

    • «Search Party»

      Die vermutlich erste Serie des Genres „Mystery-Komödie“: Die überzeichneten Hauptfiguren gehen einem erst grauenhaft auf die Nerven, dann gewinnt man sie irgendwie doch lieb. Geschickt eingeflochten in den Grossstadthipster-Gesellschaftsspiegel ist die Handlung um das mysteriöse Verschwinden einer ehemaligen Schulkollegin. So ist die Serie eben nicht nur amüsant sondern auch ziemlich spannend. «Search Party» kann man auf diversen Portalen legal herunterladen, zum Beispiel bei «Amazon».

      Trailer «Search Party»

      2:13 min

    • «Westworld»

      Der Wilde Westen für jedermann zugänglich. Welcher Fan der alten Klassiker hätte da nicht davon geträumt? In «Westworld» wird diese Fantasie zur Realität. «Schausteller» sind menschenähnliche Roboter, die alles tun, was der echte Mensch ihnen befielt. Für 40'000 Dollar kann ein Besucher einen Tag im virtuellen Wilden Westen verbringen – inklusive Saloon-Kämpfen und Ausritten in den Sonnenuntergang. Bald beginnen die Gäste aber, die Roboter zu missbrauchen. Ein Aufstand bahnt sich an.

      Trailer «Westworld»

      1:45 min

    • «Please like me»

      Die Serie ist so etwas wie die homosexuelle, australische Version der New Yorker Kultserie «Girls». Die Serie dreht sich um den ziemlich verschrobenen Jugendlichen Josh, seine Freunde und Familie. Die Figuren sind köstlich überzeichnet: Die depressive Mutter, die sich mit Panadol und Baileys das Leben zu nehmen versucht, der dickliche Mitbewohner, dessen Lieblingsthema sein eigenes Geschlechtsteil ist, oder die überdrehte thailändische Stiefmutter, die Joshs WG gern als Babysitter nutzt, was meist keine gute Idee ist. Man könnte ihnen tagelang zusehen.

      Trailer «Please like me»

      2:43 min

Download: Die rechtliche Lage

In der Schweiz ist das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken (zum Beispiel Musik, Filme oder TV-Serien) für den Privatgebrauch erlaubt. Viele Filesharing-Netzwerke funktionieren aber standardmässig so, dass parallel zum Download auch ein Upload der Dateien stattfindet. Das Hochladen solcher Inhalte ist auch in der Schweiz verboten.