Crypto-Partys: Hier gibt es Schlüssel zum Verschlüsseln

Privatsphäre wollen wir, kriegen tun wir sie nur, wenn wir unsere Daten verschlüsseln. Das ist für Nicht-Eingeweihte eine Herausforderung. Doch es gibt Hilfe: An Crypto-Partys zeigen uns Hacker, wie man sich vor ungebetenen Spähern schützen kann.

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Bildlegende: Einmal in der Woche zeigt der Chaos Treff Muttenz, wie wir unsere Daten versclüsseln können. Lucius Müller / SRF

Bier und Chips gibt's auch, aber das ist bei Crypto-Partys Nebensache: Verschlüsseln ist Inhalt der Party, Ort in der Regel ein Keller oder grösserer Hobbyraum. Hier stehen ein paar Tische, Computer drauf, Fachleute davor: Hacker, die uns die hohe Kunst der Kryptographie beibringen - und zeigen, wie wir sie im Alltag einsetzen können.

Technisches Mittel für den Schutz der Privatsphäre

Viele Gründe, eine Party zu feiern gibt es eigentlich nicht, denn es steht recht düster um unsere Privatsphäre. Wir alle haben ein Recht auf sie, können sie aber juristisch nicht durchsetzen. Eine Situation, die so nicht haltbar ist, meinen Veranstalter wie verschiedene Schweizer Chaos-Computer-Clubs.

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Bildlegende: Crypto-Party in Muttenz: Hacker mögen es anonym, tragen ihre Überzeugung aber auf der Brust. Lucius Müller / SRF

Deshalb zeigen sie uns die Fachleute, wie wir das Recht mit technischen Mitteln schützen können – mit der Verschlüsselung unserer Daten.

Eine hehre Idee, die aber in der breiten Bevölkerung scheinbar noch nicht angekommen ist: An der letzten Party in Muttenz waren die Hacker unter sich und kein «Normalo» zu sehen.

Klar: Die Parties gibt's nicht wie Sand am Meer, aber wer wirklich will, findet immer mal wieder einen Termin – auch in seiner Region. Die Liste der kommenden Veranstaltungen gibt's hier. Und damit eine Ausrede weniger, selbst nichts für den Schutz der Privatspäre zu tun.

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