Rebecca Villiger: «Ich sage nicht immer, was ich denke. Fuck!»

Rebecca Villiger ist seit 2002 SRF-Stimme und moderiert unter anderem die Sendung Sounds! Seit ihr einmal am Sender ein herzhaftes «Fuck» herausgerutscht ist, guckt sie jeweils zwei Mal, ob das Mikrofon an ist.

  • Diesen Moderationsmoment werde ich nie vergessen: Als ich 2002 das erste Mal live auf Sendung ging. Puls mindestens 250bpm - als Thomas D und Michi Beck beim Interview nicht mehr aufhören wollten, über Musik zu sprechen, obwohl das Mikrofon längst aus war und ihr Manager und mein Aufnahmeleiter wütend an die Tür polterten - als ich dieses böse Wort mit den 4 Buchstaben versehentlich laut ins offene Mikrofon schrie, weil ich einen dummen Fehler gemacht hatte - als mir eine Hörerin von ihrer bereits 6 Jahre andauernden Fahrradtour rund um die Welt durch über 44 Länder erzählte - als Skunk Anansie auf die Frage «how are you» 20 Minuten geschockt erzählten, wie sie am Tag zuvor am Pukkelpopfestival in Belgien bei einem Sturm fast ums Leben kamen ... und noch gefühlte tausend Momente mehr.
  • Der beste Trick, den ich kenne: nicht immer zu sagen, was man denkt. Kann manchmal Wunder bewirken. Oder Katastrophen verhindern.
  • Ich bin sprachlos, wenn ich Fragen nach meinem Lieblings-xy beantworten soll. Ich habe weder Lieblingsband, noch Lieblingsessen, -farb, -tier, -film oder was auch immer. Dafür gibt es viel zu viele tolle Sachen.
  • Radio machen ist wie das Leben. Immer voller Überraschungen und jeden Tag wieder anders spannend, manchmal anstrengend, oft beglückend, stressig, schön, lehrreich ... füge weitere passende Adjektive hinzu.
  • Darüber nerve ich mich: Da fang ich jetzt besser nicht an, aufzuzählen. Aber es gibt auch mindestens so viele Sachen, die ich toll finde.