Reto Grab liebt das Traditionelle

Seine Vorbilder sind die Urväter der Innerschweizer Örgeli-Musik wie Josef «Seebi» Stump oder Balz Schmidig. Er sammelt alte Schwyzerörgeli und fährt gerne alte Autos. Obwohl Reto Grab zur jungen Garde der Schwyzerörgelispieler zählt, schlägt sein Herz vor allem für Traditionelles.

Video «Rampass» abspielen

Rampass

2:19 min, aus Potzmusig vom 20.9.2014

Aktuell ist Reto Grab aus Seewen SZ mitverantwortlich für die Herausgabe zweier CDs in Erinnerung an das Innerschweizer Örgeli-Original Paul Lüönd, genannt Mosi Pauli. Auf diesen beiden Tonproduktionen wurden unveröffentlichte Tänze von Mosi Pauli eingespielt. Auch hier macht sich Grabs Vorliebe für Traditionelles also bemerkbar.

Moderne Aufnahmetechnik

Als ganz modern wiederum kann man die Umstände bezeichnen, unter denen die vor Kurzem erschienene CD «Chilbimusig» entstand. Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Produktion von Fritz Dünner und der Formation Rampass. Rampass sind eigentlich dieselben Musiker wie die Hujässler – einziger Unterschied: bei ersteren spielt Reto Grab mit, während Dani Häusler bei den Hujässler aufspielt. Da Dünner auf Mallorca lebt, spielte er seinen Part dort ein, während Rampass ihrerseits ein Tonstudio in der Schweiz buchten. Beide Aufnahmen wurden schliesslich abgemischt und veröffentlicht.

Vier Jungs mit nackten Füssen und Instrumenten mitten in einem Fluss. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf dieses CD-Cover von 1989 wird RetoGrab noch heute oft angesprochen. zvg.

Kalte Füsse zu Beginn

Öffentlich in Erscheinung trat Grab erstmals als 13-Jähriger mit seinen Brüdern Markus und Dani als Schwyzerörgeli-Quartett Urmiberg. 1989 entstand mit dieser Gruppe die CD «Heissi Musig mit kalte Füess». Auf dem Cover sieht man die drei Jungs, wie sie mit nackten Füssen in einem Bach stehen – mittem im eisigkalten November wohlgemerkt. Noch heute wird Grab oft auf dieses Bild angesprochen.

Nebst seinen Auftritten mit Rampass und anderen Formationen unterrichtet der ausgebildete Elektromechaniker an verschiedenen Musikschulen Schwyzerörgeli.

Sendung zu diesem Artikel