Diese Band knuddelt sich vor jedem Auftritt

Vor ihrem Zürcher Konzert letzten November haben wir Jack Lawrence-Brown, Drummer der Londoner Band White Lies, mit Fragen durchlöchert. Warum es bei seiner Band vor jedem Auftritt eine Gruppenumarmung gibt? Das und mehr verrät er uns im Video-Interview.

White Lies aus London sind eine jener Bands, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Vor ihrem Konzert im Zürcher Kaufleuten haben wir Drummer Jack Lawrence-Brown getroffen, der gechillt drauf war und immer etwas länger brauchte, bis er seine Antworten parat hatte. Der Träumer wirkte ein wenig nachdenklich.

Schon während der Schulzeit zusammen

Vor 10 Jahren hat Jack gemeinsam mit Charles Cave und Harry McVeigh eine Rockband gegründet. Damals hiessen sie allerdings noch Fear of Flying. Als die drei die Schule beendeten und anfingen, ihr Musikprojekt ernster zu nehmen, nannten sie sich in White Lies um.

«  White Lies war ein Zufall. Es war nie geplant, dass dies mal zu meinem Lebensinhalt wird. »

2008 hatte die Band ihren ersten Auftritt – und gleich danach einen Plattenvertrag in der Tasche. Schon ihre erste Single «Death» schaffte es in die Charts, mittlerweile sind vier Alben erschienen. Das neuste heisst «Friends» und erblickte 2016 das Licht der Welt.

Ratschläge holen, Ratschläge geben

Wenn Jack einen Ratschlag braucht, wendet er sich an seine Frau:

«  Ich respektiere die Meinung meiner Frau. Sie ist cleverer als ich. »

Jack nimmt jedoch nicht nur Ratschläge entgegen, er gibt sie auch: «Zuerst ein wenig runterkommen und erst dann handeln», rät er jedem, der «pissig» drauf ist.

Wo sich der Drummer am wohlsten fühlt

Das Paradies stellt sich Jack wie im Bilderbruch vor: Insel, Strand und ein Fischrestaurant. Von London wegziehen, um für immer dort zu leben, würde er aber niemals.

«  Meine Freunde sind es, die mich in London halten. Sie machen für mich diesen Ort aus. »

Er könnte sich vorstellen, in einer schönen Stadt in Europa, die mit ihrer Kultur und dem Essen lockt, eine Zeit lang zu bleiben. Aber für immer an einem anderen Ort wohnen, das würde er nicht tun.