Rübis & Stübis

Metzgerlehrtochter Jenny Preisig, Therapeut Michael Mary, Komponist Raphael Sommer und Holzkünstler Töni Brosi sind zu Gast bei Kurt Aeschbacher.

Metzgerlehrtochter Jenny Preisig behauptet sich mustergültig in einer Männerdomäne. Therapeut Michael Mary nimmt seine Berufskollegen heftig aufs Korn und ist überzeugt, dass die meisten psychischen Probleme keinen Krankheitswert haben. Raphael Sommer ist als Filmmusikkomponist pausenlos auf der Suche nach Atmosphäre. Und Töni Brosi setzt wochenlang kleinste Holzteilchen zu einem einzigen Intarsien-Bild zusammen.

Beiträge

  • Jenny Preisig

    Filet oder Stotzen, Schulter oder Huft – die Metzgerlehrtochter aus Herisau zerlegt mit Inbrunst Rind oder Schwein in Stücke. Dabei wusste die Bauerntochter aus dem Appenzell erst gar nicht, was sie beruflich anstellen sollte. Eine Ausbildung zur Flächenmalerin oder Confiseurin zog sie nämlich genauso in Betracht. Heute also wetzt die 17jährige ihr Metzgermesser genauso scharf wie die männlichen Fachgenossen, beint aus und wurstet drauflos.

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  • Michael Mary

    geht mit seinen Berufskollegen hart ins Gericht. In seinem Buch «Ab auf die Couch» thematisiert der deutsche Therapeut, wie Menschen mit normalen Lebensproblemen zunehmend krankgeschrieben werden. Er kritisiert, dass Psychotherapeuten immer neue Krankheiten erfänden und immer weniger Hilfe leisteten. Fresssucht, Burn-out, Spielsucht: Sind diese gesellschaftlichen Phänomene also nur ein Pappenstiel – oder doch ernsthafte Leiden?

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  • Raphael Sommer

    Raphael Sommer

    wusste bereits in jungen Jahren, dass er Komponist werden wollte. Doch sein Vater verbot ihm den Musikunterricht. Als Jugendlicher machte sich der Basler autodidaktisch daran, die Welt der Noten und Akkorde zu ergründen. Mit 19 Jahren geriet Sommer durch eine seltene Hormonkrankheit an einen Tiefpunkt, konnte dadurch jedoch die Bedeutung von Glück und Zufriedenheit erlernen. Heute arrangiert der Musiker Kompositionen für Kinofilmproduktionen und lanciert im Herbst gar eine Konzertreihe mit Orchester, Solisten und Chor.

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  • Töni Brosi

    Trotz mehrerer Schicksalsschläge geht der 49jährige Bündner wieder geradlinig durchs Leben und findet seine Erfüllung in der Gestaltung von kunstvollen Intarsien-Arbeiten. Der Bergler verlor vor Jahren ein Kind, wurde geschieden, verfiel dem Alkohol und erlitt einen Herzinfarkt. Doch statt ganz aufzugeben, liess der Schreiner sein altes Hobby auferstehen, bei dem er kleinste Holzteile zu phantastischen Bildern zusammenfügt. Damit lässt er ein altes Kunsthandwerk fortleben.