Abstimmungs-Arena: «Atomausstiegs-Initiative»

Nach 45 Jahren Laufzeit müssen Kernkraftwerke vom Netz: Das fordern Befürworter der «Atomausstiegs-Initiative». Die ersten drei AKW sollen bereits 2017 abgeschaltet werden. Für die Gegner sind die Massnahmen zu überstürzt. Es sei nicht möglich, innerhalb eines Jahres die Kernenergie zu ersetzen.

Die Initiative will die fünf Schweizer Kernkraftwerke abschalten: Mühleberg, Beznau 1 und 2 sollen bereits 2017 vom Netz. Das Atomkraftwerk Gösgen würde 2024 stillgelegt, Leibstadt fünf Jahre später. Zudem wollen die Initianten den Bau neuer AKW in der Schweiz verbieten.

Die übereilte Abschaltung der Kernkraftwerke gefährde die Stromversorgung, meinen die Gegner der Initiative. Dadurch wäre die Schweiz verstärkt von ausländischem Strom abhängig, der oft aus umweltbelastenden Kohlekraftwerken stamme. Zudem könnten die Betreiber der Atomkraftwerke vom Bund hohe Entschädigungen fordern, da für Schweizer Kraftwerke bis anhin keine Laufzeitbeschränkung gelte.

Befürworter der Initiative weisen auf ein hohes Unfallrisiko bei älteren AKW hin. Mit Beznau 1 stehe in der Schweiz gar das älteste Kernkraftwerk der Welt. Ein exakter Plan zum Ausstieg aus der Kernenergie existiere – trotz Energiestrategie 2050 – nicht.

Jonas Projer moderiert die Abstimmungs-Arena zur Atomausstiegs-Initiative.

In der «Arena» diskutiert als Gegnerin der Initiative:

Für die Initiative treten an:

Weitere Gegner der Initiative sind:

Mehr zum Thema