Abstimmungs-Arena: Initiative gegen Nahrungsmittelspekulation

Mit Essen spielt man nicht – sagen die Jungsozialisten, und wollen mit Ihrer Initiative die Spekulation mit beispielsweise Weizen, Mais oder Soja für Schweizer Firmen unterbinden. Das bringt nichts, sagen die Gegner – im Gegenteil.

Preisschwankungen für Lebensmittel sind normal. Doch treiben Spekulanten die Preise für Rohstoffe an den Börsen zusätzlich in die Höhe? Ja, finden die Jungsozalisten (Juso). Und damit werde dem Welt-Hunger Vorschub geleistet. Mit ihrer Initiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» wollen die Initianten diesem Treiben künftig einen Riegel schieben. Handel von Agrar-Rohstoffen, die am Ende zu einem Produkt verarbeitet werden, sei weiterhin erlaubt. Doch Spekulation um der Spekulation willen müsse verboten werden. Das Leben von Menschen sei höher zu gewichten wie Spekulationsgewinne.

Die Gegner der Initiative attestieren den Initianten hehre Ziele: Dem Welt-Hunger den Kampf anzusagen sei lobenswert. Doch der vorgeschlagene Weg sei falsch. Denn einerseits werde in der Schweiz gar nicht gehandelt – die Handelsplätze für Agrar-Rohstoffe seien allesamt im Ausland – und andererseits sei die Spekulation gar kein Preistreiber. Im Gegenteil: Spekulation wirke sich positiv auf den Markt aus. Ausserdem: Würde die Initiative angenommen, drohe für Produzenten, Verbraucher und Händler viel Bürokratie.

Am 28. Februar entscheidet das Stimmvolk über die Initiative. Jonas Projer begrüsst bereits diesen Freitag seine Gäste zur ersten Abstimmungs-Arena im Jahr 2016.

Gäste in der Arena:

Als Befürworter:

Und als weiterer Gegner:

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