Nachtzug nach Lissabon, Reise ins Zauberland Oz und Papst im Film

Der Schweizer Roman «Nachtzug nach Lissabon» wurde in 32 Sprachen übersetzt. Jetzt kommt der Film mit Jeremy Irons in die Kinos. «Der Zauberer von Oz» ist eine Kinolegende - «Spiderman»-Regisseur Sam Raimi gewagt es, die Vorgeschichte zu verfilmen. Und: Was das Kino uns über den Papst sagt.

Beiträge

  • Neustart der Woche: «Nachtzug nach Lissabon» (CH / D / P 2013)

    Jeremy Irons, Martina Gedeck, Bruno Ganz - Europas Schauspielelite vereint in einer Geschichte, die als Roman ein Bestseller war. Von der Papierform her ist die Verfilmung von Pascal Merciers Sehnsuchts-Roman kaum zu toppen. Die Original-Kinoversion hat jedoch ein schwerwiegendes Sprachproblem: Wenn Martina Gedeck und Bruno Ganz Englisch mit portugiesischem Akzent sprechen, sorgt das für unfreiwillige Komik. Allen Freunden des Romans empfehlen wir deswegen die deutsche Synchronfassung. - Regie: Bille August

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  • «Oz the Great and Powerful» (USA 2013)

    Eine kunterbunte Welt, rasant und voller Knaller. Dieser 3D-Streifen erzählt, wie das Land Oz überhaupt zu seinem Zauberer kam. Wer die legendäre Verfilmung aus dem Jahr 1939 vom «Zauberer von Oz» nicht kennt, kann diesen Film hier trotzdem sehen gehen: Es handelt sich um die Vorgeschichte, konfektioniert für ein heutiges actionverwöhntes Publikum. Für die Kleinen ein tolles Abenteuer, für die Grossen ein nostalgisches Vergnügen. - Regie: Sam Raimi

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  • «Safe Haven» (USA 2013)

    Heile Welt mit schönen Menschen. Alex (Josh Duhamel) verliebt sich in Katie (Julianne Hough). Doch diese hat eine schlimme Vergangenheit. Was als wunderbar gefilmte, süsse Romanze beginnt - endet in einem Möchtegern-Psycho-Horror-Streifen. Schade. Die beiden Hauptdarsteller überzeugen nämlich mit ihrem Spiel. - Regie: Lasse Hallström

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  • «Detachment» (USA 2011)

    Die Schule als Schlachtfeld: Tagtäglich schreitet der Lehrer Henry Barthes (Adrien Brody) an die Front, genannt Klassenzimmer. In einer Welt des Tauziehens um Respekt, stehen die Lehrer alleine da. Dieser Film zeigt auf, wie traumatisierend dieser Beruf sein kann, auf äusserst berührende Weise. Ein Low Budget-Film mit toller Besetzung, allen voran Adrien Brody. - Regie: Tony Kaye

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  • «Appassionata» (CH/ UA 2012)

    Alena Cherny stammt aus der Ukraine. Sie lebt in der Schweiz, gibt Konzerte und unterrichtet Klavier. Als sie der Musikschule ihres ukrainischen Heimatdorfes ein Piano schenken will, beginnt eine Reise in ihre eigene Vergangenheit. Der Weg dorthin führt nämlich an Tschernobyl vorbei - einem Ort, der Alena viel Leid brachte. Dieser Dokumentarfilm ist einfühlsames Porträt über eine starke Frau. - Regie: Christian Labhart

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  • Der Besondere Film: «The Raid» (RI 2011)

    Action aus Indonesien: Eine Polizeitruppe stürmt ein Gebäude, in dem ein Drogenbaron und seine Spiessgesellen hausen. Das geht fürchterlich schief. Am Ende kämpfen drei verbliebene Polizisten in dem Haus um ihr Überleben. Gradlinige Kampfsport-Action ohne Schnörkel und überhöhten Anspruch. Nichts für Zartbesaitete und solche, die sich in Filmen Antworten auf wichtige Fragen des Lebens erhoffen. - Regie: Gareth Evans, mit Iko Uwais u.a.

  • Hintergrund: Ein Papst tritt zurück

    Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf die Nachricht die gläubigen Christen und nicht nur die: Der Papst dankt ab. Der leidenschaftliche Kinogänger freilich war gewappnet. Nanni Moretti hatte in «Habemus Papam» das Unvorstellbare bereits vorweg genommen. Für Verschwörungstheoretiker ist der Rücktritt Benedikts XVI. ebenfalls ein Renner. Um zu erfahren, was sich hinter den dicken Mauern des Vatikans wirklich abspielt, muss man einfach ins Kino gehen.

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