Fleisch – wie viel darf‘s sein?

  • Dienstag, 7. Mai 2013, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 7. Mai 2013, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 8. Mai 2013, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 8. Mai 2013, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 9. Mai 2013, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 9. Mai 2013, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 11. Mai 2013, 14:05 Uhr, SRF 1

Fleischskandale, Massentierhaltung und die teilweise katastrophalen ökologischen Auswirkungen der Fleischproduktion haben viele Konsumenten aufgerüttelt. Sind Fleischesser verantwortungslose Egoisten oder ist Fleischverzicht übertrieben?

Die Grillsaison steht vor der Tür und Herr und Frau Schweizer mögen gerne Deftiges auf dem Teller. Steaks, Sonntagsbraten, Cervelat – stolze 52 Kilo Fleisch werden in der Schweiz in einem Jahr pro Kopf verzehrt. Der Skandal um Pferdefleisch, Massentierhaltung und die teilweise katastrophalen ökologischen Auswirkungen der Fleischproduktion haben viele Konsumenten aufgerüttelt.

Wie viel Fleisch darfs denn sein? „Am liebsten gar keines“, ist der Komiker Rob Spence überzeugt, „Rohkost hält mich fit.“ Anders sieht es der Chef von Proviande Heinrich Bucher: „Fleisch trägt zu einer vollständigen und gesunden Ernährung bei.“ Trotzdem sei Fleischkonsum unnötig, so der Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus Renato Pichler. Für ihn steht das Wohl der Tiere und die intakte Umwelt im Vordergrund. Im «Club» diskutiert Karin Frei mit eingefleischten Vegetariern und überzeugten Fleischliebhabern.

Markus Dettwiler, Landwirt und Fleischproduzent
Heinrich Bucher, Direktor von Proviande Genossenschaft
Rob Spence, Komiker und Vegetarier
Erich Gysling, Publizist und Vegetarier
Roman Schnidrig, Metzgermeister
Renato Pichler, Präsident Schweizer Vereinigung für Vegetarismus, Veganer

Beiträge

  • Moderatorin Karin Frei

    Moderatorin Karin Frei stellt ihre Gäste vor und lässt sich erklären, weshalb es Schweine mit Holzbeinen gibt:

  • Rob Spence

    Kinder rein vegetarisch oder vegan zu ernähren kann Tücken haben, sagt die Ernährungswissenschaft. Rob Spence erklärt, dass seine Kinder auch als Vegetarier gross und stark geworden sind, dies allerdings mit einer sehr sorgfältigen Ernährung:

  • Erich Gysling

    Erich Gysling will sich nicht als Sektierer verstanden wissen. In seinem Haushalt werde - falls dies seine Gäste wünschen - durchaus auch ein Stück Fleisch gebraten. Er selber verzichtet aber aus Prinzip:

  • Roman Schnidrig

    Roman Schnidrig steht zu 100% für Schweizer Fleisch ein. Nur bei diesem könne er wissen, wie ein Tier gehalten wurde. Die ständige Verfügbarkeit von billigem Importfleisch lässt Konsumenten jedoch oft am Kühlregal mit Schweizer Fleisch vorbeigehen:

  • Renato Pichler

    Fleisch ist zu billig, in diesem Punkt sind sich der Präsident der Vereinigung für Vegetarismus und die Fleischproduzenten einig. Den Grund für die tiefen Preise sieht Renato Pichler aber nicht nur darin, dass Fleisch billig produziert wird:

  • Heinrich Bucher

    Wie viel landwirtschaftliche Fläche soll für die Viehzucht, wie viel für den Ackerbau verwendet werden? Darüber streiten sich die Clubgäste und werden sich nicht einig. Heinrich Bucher macht darauf aufmerksam, dass die Schweiz so oder so von Importen abhängig ist:

  • Markus Dettwiler

    Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Produktion liegt in unserem Umgang mit Energie. Markus Dettwiler würde sie verteuern:

  • Sabine Rohrmann, Prof. Institut für Präventivmedizin Uni Zürich

    Die Ernährungswissenschaftlerin Sabine Rohrmann hat kürzlich in einer Studie eruiert, wie gesund der Verzehr von Fleisch und Fleischprodukten ist. Fehlt denn etwas, wenn man sich vegan ernährt?