Mamma mia - Die Macht der Mutter

  • Dienstag, 7. März 2017, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 7. März 2017, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 8. März 2017, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 8. März 2017, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 8. März 2017, 15:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 9. März 2017, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 9. März 2017, 12:45 Uhr, SRF info
    • Freitag, 10. März 2017, 10:10 Uhr, SRF info
    • Samstag, 11. März 2017, 14:05 Uhr, SRF info

Mutter ist die Beste, Mutter ist an allem schuld. Sie ist Vorbild, Ebenbild oder Gegenbild. Vor dem Internationalen Tag der Frau sagt der «Club»: Mamma Mia! Und stellt die Mutter-Kind-Beziehung ins Zentrum. Ein emotionsgeladenes Potpourri zwischen Liebe, Anbetung, Respekt, Ablehnung und Trauma.

Während in Beruf und Öffentlichkeit immer wieder über Gleichberechtigung und die Rolle der Frau diskutiert wird, ist sie an einem Ort noch immer unbestritten und äusserst machtvoll: als Mutter. Wir lieben sie und bekämpfen sie trotzdem, manchmal unser Leben lang. Mütter mischen sich ein, wissen es besser, bemuttern. Sie lieben, beschützen, verwöhnen oder verletzen.

Klar ist: Mütter spielen im Leben der Töchter und Söhne lebenslang eine zentrale Rolle. Sie beeinflussen die eigene Biographie, jene der Nachkommen und der Partnerinnen und Partner.

Hat die «Mission Mutter» je ein Ende? Und falls ja, wie emanzipieren sich Mütter und ihre erwachsenen Kinder voneinander?

Im «Club» diskutieren unter der Leitung von Karin Frei Mütter, Söhne und Töchter über den Einfluss der Mutter:

Dominique Lepori, Psychoanalytikerin, Dozentin C.G.-Jung Institut Zürich
Bea Petri, Unternehmerin
Lia Petri, Jungunternehmerin
Rolf Lyssy, Filmemacher
Martin Bachmann, Männerberater «Mannebüro» Zürich

Positionen:

Dominique Lepori: «Der Ablösungsprozess von der Mutter ist stetig und beginnt mit der Geburt. Er ist essentiell wichtig, denn zu viel Symbiose kann dazu führen, dass der Nachwuchs sein eigenes Ich nicht leben kann. Es gibt auch keine Mütter ohne Väter und die Ablösung ist ein wechselseitiger Prozess.»

Bea Petri: «Loslassen heisst, den Kindern ihr eigenes Leben zuzutrauen. Mir fiel das zu Beginn unheimlich schwer. Ich musste zuerst merken, was für ein Geschenk es ist, dass die Kinder selbst handeln können und wollen.»

Lia Petri: «Das schwierigste für mich als Tochter ist, als erwachsener Mensch ernst genommen zu werden. Wenn man zudem noch am selben Ort arbeitet, verschärft sich das noch.»

Rolf Lyssy: «Im Lauf meines Lebens musste ich lernen, mit den Widersprüchen meiner Mutter umzugehen. Und zum Teil auch zu merken, dass ich in gewissen Bereichen vieles von ihr übernommen habe.»

Martin Bachmann: «Eine liebevolle, respektvolle Verbundenheit zur Mutter und gleichzeitig eine differenzierte Eigenständigkeit entwickeln, das muss das Ziel sein und das kann man lernen.»

Beiträge

  • Karin Frei stellt die Gästerunde vor.

  • «Die Mutter als beste Freundin? Bitte nicht!»

    Dominique Lepori, Psychoanalytikerin und Dozentin am C.G.-Jung Institut Zürich, betont, dass es auch die genügend gute Mutter gibt. Und unterschiedliche Meinungen, sei es zwischen den Eltern oder den Eltern und dem Kind, würden meist eine positive Reibung mit sich ziehen.

  • «Loslassen ist wahnsinnig schwer.»

    Bea Petri, Unternehmerin, hat ihr Geschäft den Töchtern übergeben. Dies sei ihr anfangs schwer gefallen. Auch das Geschäft sei ihr «Kind» gewesen. Bis zum entscheidenden Moment, wo es «Klick» gemacht hätte.

  • «Meine Mutter konnte sehr bestimmend sein.»

    Lia Petri, Jungunternehmerin, arbeitete viele Jahre im Unternehmen der Mutter, als diese noch die Chefin war. Manchmal eine wunderbare Zeit, sagt sie, manchmal eine sehr schwierige.

  • «Wir hatten ein grosses Familiengeheimnis.»

    Rolf Lyssy, Filmemacher, erzählt, dass es einen grossen Unterschied mache, ob man seine Mutter als Mutter oder als Frau erlebe. Die Frau sei z.B. die Liebhaberin des Vaters, eine Frau mit Sexualität, eine mit einem Eigenleben. Auch im Leben als erwachsener Sohn nicht einfach.

  • «Nach dem Tod meines Bruders wurde alles anders.»

    Martin Bachmann, Männerberater im «Mannebüro» Zürich, hat heute ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter. Als junger Mann stand diese Beziehung nach einem schlimmen Ereignis auf der Kippe.

  • Umfrage in Bern:

    Wie nahe steht ihnen die Mutter?

  • Umfrage in Bern:

    Vermächtnis der Mutter?

  • Umfrage in Bern:

    Worin ist die Mutter die Beste?

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