«Medienclub» - Sind Medien Terrorhelfer?

  • Dienstag, 28. Mai 2013, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 28. Mai 2013, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 29. Mai 2013, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 29. Mai 2013, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 30. Mai 2013, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 30. Mai 2013, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 1. Juni 2013, 14:05 Uhr, SRF 1

Medien teilen gerne aus, können selber aber nicht viel einstecken, heisst es. Dabei geben die Medien immer wieder selbst Anlass zu Diskussionen. Aus diesem Grund lanciert SRF 1 den «Medienclub», jeweils unter der Leitung von Karin Frei oder Mona Vetsch.

Der «Medienclub» ist eine Diskussionssendung, welche im Rahmen der Sendung «Club» in loser Folge dann stattfindet, wenn die Medien selbst zu reden geben. Als ständige Gäste sind Alexandra Stark, freie Journalistin und Studienleiterin am Medienausbildungszentrum MAZ und Patrik Müller, Chefredaktor der Zeitung «Schweiz am Sonntag» mit in der Runde. Karin Frei oder Mona Vetsch moderieren die Sendung.

Der erste «Medienclub» nimmt die Rolle der Medien beim Attentat von London unter die Lupe: Mit diesem Attentat zeigt sich der Terrorismus in einer neuen Form. Augenzeugen und Medien als bereitwillige Übermittler der Grausamkeit – haben sich die Medien instrumentalisieren lassen und werden sie so zu verantwortungslosen Helfern des Terrorismus? Wo müssen sie Grenzen setzen?

Im «Medienclub» vom 28. Mai unter der Leitung von Karin Frei diskutieren Fachleute aus Print, Onlinemedien und Fernsehen.

Gesprächsgäste

Rainer Stadler, Medienredaktor «NZZ»
Rolf Cavalli, Chefredaktor «Blick.ch», Chefredaktor «Sonntagsblick» a.I.
Vinzenz Wyss, Professor für Journalistik ZHAW
Diego Yanez, Chefredaktor TV SRF
Alexandra Stark, Journalistin, Studienleiterin Medienausbildungszentrum MAZ
Patrik Müller, Chefredaktor der Zeitung «Schweiz am Sonntag»

Beiträge

  • Moderatorin Karin Frei

    Warum im ersten «Medienclub» unter der Leitung von Karin Frei die Rolle der Medien beim Attentat von London zur Debatte steht, wird gleich zu Beginn der Sendung geklärt:

  • Diego Yanez, Chefredaktor TV SRF

    Das inkriminierte Video ganz zeigen oder nur Ausschnitte davon? Was vorkehren, damit TV SRF nicht zum Sprachrohr der Attentäter wird? Und - welchen Überlegungen ist der Chefredaktor bei seinem Entscheid gefolgt?

  • Rainer Stadler, Medienredaktor «NZZ»

    Die unterschiedliche Wirkung von Text und Bild beschäftigt die Vertreter der Print-, Bild- und Online-Medien. Welche Form der Kommunikation eher dazu diene, die Absicht der Täterschaft zu bedienen, wird kontrovers und mit dezidierten Positionen diskutiert:

  • Patrik Müller, Chefredaktor «Schweiz am Sonntag»

    Die Medien in England haben das Video und damit die Botschaft der Terroristen ungefiltert gezeigt. Aber auch in der Schweiz seien die Grenzen zum Helfershelfertum geritzt worden, wie konkrete Beispiele belegen:

  • Alexandra Stark, Studienleiterin Medienausbildungszentrums MAZ

    Zu reden gibt auch die Rolle der sozialen Medien wie Facebook und Twitter, die oft schneller und ungeschminkter informieren. Ob damit die traditionellen Medien unter Druck geraten oder gar ihre journalistische Qualität beeinflusst werde, kommt thesenartig zur Sprache:

  • Rolf Cavalli, Chefredaktor «Blick.ch»

    Dass der Entscheid, ein Video nicht zu zeigen, durchaus auch als Entmündigung der Zuschauer verstanden werden kann, wendet der anwesende Online-Chefredaktor ein:

  • Vinzenz Wyss, Professor für Journalistik ZHAW

    Und schliesslich wird erörtert, ob und wie der Wettbewerb sowie der ökonomische Druck die Qualiät der Medien beeinflussen. Tiefe Löhne und die mangelhafte Weiterbildung des Nachwuchses auf den Redaktionen seien sichtbare Anzeichen dafür: