Mütter weg vom Herd

  • Dienstag, 16. September 2014, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 16. September 2014, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 17. September 2014, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 17. September 2014, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 18. September 2014, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 18. September 2014, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 20. September 2014, 14:05 Uhr, SRF info

Herd statt Karriere: 50'000 Schweizer Akademikerinnen bleiben trotz Top-Ausbildung daheim. Die Wirtschaft sucht händeringend nach Fachkräften. Qualifizierte Hausfrauen und Mütter sollen dringend wieder ins Berufsleben einsteigen – doch der Weg weg vom Herd ist steinig und lohnt sich oft nicht.

Die stolze Summe von 5.75 Milliarden Franken wird in die Ausbildung von Frauen in der Schweiz investiert, die zurzeit nicht erwerbstätig sind. Ein finanzielles Fiasko, welches die Diskussion um den drohenden Fachkräftemangel anheizt. Zudem muss dank der Masseneinwanderungsinitiative Personal zuerst in der Schweiz rekrutiert werden, bevor man qualifizierte Arbeitskräfte aus dem EU-Raum holen darf.

Die meisten Schweizerinnen möchten zwar Kinder und Arbeit unter einen Hut bringen. Doch dies bedeutet auch doppelt soviel Arbeit und doppelt soviel Verantwortung. Nicht zuletzt ist der Entscheid für die Familie und gegen den Beruf auch die Folge eines ökonomischen Abwägens: Bleibt Ende Monat trotz Arbeit nichts übrig und die Familie auf der Strecke, dann verzichtet Frau auf den Beruf. Nötig wären mehr Teilzeitstellen sowie flexiblere Kinderbetreuungssysteme um die Mütter zurück in den Arbeitsprozess zu holen.

Ein weiterer Grund für das Fernbleiben der Mütter ist ein tief verwurzeltes Rollenmuster. Wiedereinsteigerinnen mit Kindern werden als karrierefixierte Egoistinnen abgestempelt. Gleichzeitig steht es schlecht um den Ruf der Hausfrau, die ihrem gutverdienenden Mann auf der Tasche sitzen und für ihn das kuschende Heimchen am Herd geben soll. Hausfrauen wollen so gar nicht ins Bild der emanzipierten und modernen Frau passen.

Kann es sich die Schweiz überhaupt noch leisten, auf das Potential der Frauen zu verzichten? Und was bringt die Frauen zurück in den Arbeitsmarkt?

Unter der Leitung von Karin Frei diskutieren im «Club»:

Ursula Soritsch-Renier, IT-Chefin Sulzer
Rebekka Risi, Direktorin Geschäftsstelle Modell F, Organisationsentwicklerin und Projektmanagerin im Bildungs- und Kulturbereich.
Lydia Terrani, Präsidentin Hausfrauen- und Hausmännergewerkschaft
Markus Theunert, Fachmann für Männer- und Geschlechterfragen, Präsident «männer.ch»
Hans Hess, Präsident Swissmem (Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie und verwandte technologieorientierte Branchen), Vizepräsident Economiesuisse

Beiträge

  • Karin Frei

    Die Moderatorin präsentiert das Thema und ihre Gäste:

  • Jill Altenburger und Nanette Steiner

    Für die beiden Gründerinnen von jobsfuermama.ch haben mit der Familiengründung die Probleme am Arbeitsplatz begonnen:

  • Markus Theunert

    Der Präsident von Maenner.ch weiss, weshalb die Wirtschaft erst jetzt, nach vielen Jahren der Diskussion, auf die Gleichstellungsbegehren reagiert:

  • Hans Hess

    Kontert, es liege wohl an der Not der Wirtschaft, weshalb nun Frauen gebraucht würden. Das Hauptproblem liege aber anderswo:

  • Lydia Terrani

    Werden Hausfrauen in den Arbeitsmarkt abgezogen, entstehen grosse Lücken:

  • Rebekka Risi

    Wie könnten die Schulen umorganisiert werden, damit das ewige "stündele" aufhört und die Kinder ganztags betreut sind:

  • Ursula Soritsch-Renier

    Für das Kind ist wichtig, dass die Eltern, wenn sie da sind, präsent sind:

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