Unter der Erde

Staffel 2, Folge 6

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Den Organhändlern soll endlich das blutige Handwerk gelegt werden. Dafür begibt sich die Polizeiinformantin Eva Ciobanu absichtlich in tödliche Gefahr. Doch die Polizei um Pedro und Anna-Maria versagt auf der ganzen Linie. Luc kriegt von einem todkranken Freund den entscheidenden Hinweis.

Der Tag X ist da: In einer spektakulären Aktion wollen Pedro, Doerig und Anna-Maria den Organhändlern endlich ihr blutiges Handwerk legen. Die Übeltäter ermordeten Leonie Lauener, weil sie ihnen auf der Spur war. Sie haben Gheorgi Ciobanu auf dem Gewissen, der seine Niere verkaufen wollte, um Tochter Polina eine dringend nötige Herzoperation zu finanzieren. Und jetzt begibt sich Witwe Eva selber in die Höhle des Löwen. Sie will dabei mithelfen, die Organhändler dingfest zu machen. Es gibt einen entsetzlichen Haken: Eva muss ihre Niere tatsächlich «spenden», um die Beweiskette zwischen Verkäufer und Empfänger schliessen zu können. Kontakt zur Polizei soll sie mit einem Peilsender halten. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, das Team der Kantonspolizei ist startbereit. Und Eva verabschiedet sich von Polina. Für immer?

Luc Conrad kämpft gegen die Zeit: Wenn er verhindern will, dass Eva ihre Niere spendet, muss er den Fall vorher aufklären. Unter Vortäuschung einer klinischen Schlafstörung hat er sich deshalb im Spital Aarholz eingenistet, wo er den Empfänger von Evas Niere vermutet. Bei seinen Ermittlungen begegnet er einem alten Bekannten.

Ein anderes erschütterndes Wiedersehen lässt Lucs Recherchen aber vorübergehend in den Hintergrund treten. In einem Patientenzimmer liegt sein bester Freund aus Jugend- und Pfaditagen Jörg Sommer. Der früher vor Kraft und Energie strotzende Jörg ist jetzt ein Schatten seiner selbst. Er leidet an unheilbarem Bauchspeicheldrüsenkrebs, der Sterbehelfer ist schon bestellt. Doch vorher erklärt er sich bereit, Luc bei seinen Nachforschungen zu unterstützen. Und besteigt ausgerechnet mit dem Helfershelfer der Organhändler den Lift in Richtung Keller.

Beim Hotel Adria sind alle auf ihren Posten: Anna-Maria und Pedro warten im Observationswagen und Doerig macht sich als Ami-Tourist in der Hotellobby breit, während Eva Ciobanu von einem Finsterling in den Keller des Hotels geführt wird. Stunden vergehen, die Spannung steigt ins Unerträgliche als plötzlich das Signal vom Peilsender - Evas Lebenslinie - verschwindet. Gegen den Widerstand von Pedro lässt Anna-Maria das Hotel stürmen. Die Polizei durchsucht das ganze Hotel Adria - ohne Resultat: Eva Ciobanu ist spurlos verschwunden. Nun scheint ihr dasselbe Schicksal gewiss, wie ihrem ermordeten Mann Gheorgi.

Auch Lucs Hoffnung, den Fall zu lösen, zerschlägt sich: Als er im Keller vom Spital Aarholz Verstorbene zur Überführung ins Institut abholen will, entdeckt er zu seiner Bestürzung Jürg. Für ihn ist ganz klar: Jürg wurde ermordet.

Jetzt ist er, wie die Polizei am Tiefpunkt angelangt: Sein bester Freund ist tot. Eva Ciobanu wird wohl erst wieder als Leiche auftauchen. Es gibt nicht die geringste Spur, der Polizei und Bestatter nachgehen könnten, um den Organhandelfall zu klären. Und Luc und Anna-Maria haben sich wegen Eva Ciobanus Rolle in der Aktion so tief zerstritten, dass sie weiter voneinander entfernt sind denn je. Im Institutskeller stöbert Luc in alten Pfadifotos herum, schwelgt in Erinnerungen an Jürg und weiss plötzlich: Sein toter Freund hat ihm den entscheidenden Hinweis gegeben, wie er den Fall knacken und Eva Ciobanu vielleicht doch noch retten kann.

Regie: Markus Welter