Beatocellos Schirm

In den letzten 20 Jahren hat der Kinderarzt und Cello-Künstler Beat Richner in Kambodscha sechs Kinderspitäler gebaut und kostenlos über 10 Millionen kambodschanische Kinder behandelt.

Für sein aussergewöhnliches humanitäres Engagement wurde Beat Richner (Künstlername Beatocello) 2002 als erster «Schweizer des Jahres» geehrt. Der französische Filmemacher Georges Gachot hat Beat Richners Wirken über diese Zeit filmisch begleitet.

«Wovon leben Menschen?» Diese Frage stellt sich Beatocello auch heute noch in seinem Lied, wenn er als Cellist auftritt und Geld sammelt für seine Kinderspitäler in Kambodscha. Ueber 400 Millionen Franken sind so in den letzten 20 Jahren zusammengekommen, massgeblich durch private Spenden aus der Schweiz.

Das Lied von Glück und Liebe hat er schon vor 35 Jahren gespielt, als er als cellospielender Clown unter seinem roten Schirm noch auf dem Paradeplatz auftrat. Das war, kurz nachdem er als junger Kinderarzt aus Kambodscha zurückgekehrt war, wo er hilflos zusehen musste, wie tausende von Kinder starben. Bevor auch er vor der Roten Khmer flüchten musste, schwor er sich zurückzukehren. Als sich dann ein Ende der Schreckensherrschaft der roten Khmer abzeichnete, bat ihn König Norodom Sihanouk in Paris vor seiner Rückkehr, ihm beim Wiederaufbau der Gesundheitsversorgung zu helfen.

Was vor 20 Jahren am 20. September mit der Eröffnung eines ersten Spitals, benannt nach einer im Kindesalter verstorbenen Tochter von Norodom Sihanouk, begann, zog immer weitere Kreise. Beat Richners sechs Kantha-Bopha-Spitäler sind mittlerweile weltweit ein Begriff und eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Dieser Film zeigt, wie Beat Richner in Kambodscha arbeitet und was er in den letzten 20 Jahren aufgebaut hat. Er zeigt aber auch, wie eng der Kinderarzt Beat Richner und der Künstler Beatocello miteinander verbunden sind und warum genau diese Kombination seine Persönlichkeit und seinen Erfolg ausmacht.

Auch wenn Beat Richner regelmässig vorgeworfen wird, er baue das ganze Projekt zu fest um sich herum und es sei darum zu wenig nachhaltig, dieser Film zeigt, warum das so ist und mit einer Persönlichkeit wie Beat Richner nicht anders sein kann. Er zeigt aber auch einen durchaus nachdenklichen und älter werdenden Beat Richner, der sich sehr wohl überlegt, wie er es schaffen könnte, dass sein Projekt auch nach ihm weiter lebt.

Trailer zum Film «L'Ombrello di Beatocello» / «Beatocellos Schirm» von G. Gachot

Der Autor

Der Filmemacher Georges Gachot wurde 1962 in Neuilly-sur-Seine in Frankreich geboren und besitzt die französische und schweizerische Staatsangehörigkeit. Seit 1990 dreht er Dokumentarfilme im Bereich der Musik.
1996 beginnt er mit der Produktion seiner eigenen Filme, von denen einige auch im Kino gezeigt werden.
Seit 1996 interessiert sich Georges Gachot für Kambodscha und dreht über dieses Land und das humanitäre Werk des Kinderarztes und Cellisten Beat Richner vier Dokumentarfilme.

Weitere Informationen zum Film und das Wirken von Dr. Beat Richner unter
www.lombrellodibeatocello.com und www.beat-richner.ch.