Der Landesverrat

  • Donnerstag, 15. Oktober 2015, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 15. Oktober 2015, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 16. Oktober 2015, 1:50 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 16. Oktober 2015, 11:15 Uhr, SRF 1
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Ein genialer Kryptograf knackt im 1. Weltkrieg den russischen Geheimcode. Zwei Schweizer Offiziere übermitteln seine Arbeit heimlich nach Deutschland. Der Verrat fliegt auf, die Romandie läuft Sturm. Wie das geschah und weshalb alles aufflog, zeichnet der Film von Hansjürg Zumstein minutiös nach.

August 1915. Seit einem Jahr tobt Krieg in Europa. Deutschlands Hoffnung auf einen raschen Sieg hat sich zerschlagen – der Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland wird immer verlustreicher. Plötzlich bietet sich ein Ausweg: Deutschland erhält Einblick in die geheime Korrespondenz Russlands – dem genialen Schweizer Armee-Kryptografen André Langie ist es in sechsmonatiger Arbeit gelungen, den Code zu knacken.

Die neutrale Schweiz weiss dank Langie’s Coup genau, was rund um sie passiert. Doch die Schweizer Armee bleibt nicht neutral. Breitwillig leiten zwei hohe Schweizer Offiziere die entschlüsselten Botschaften an Deutschland weiter, denn der Schweizer Armeestab hofft auf einen Sieg des Kaiserreichs.

General Ulrich Wille, deutschfreundlich gesinnt, versucht, die Affäre zu vertuschen. Es beginnt ein Kräftemessen. Schliesslich entscheidet der Bundesrat, die beiden Offiziere wegen Verletzung der Neutralität anzuklagen. Kurz darauf müssen sie ihren Posten räumen. Die klare Reaktion des Bundesrates löst, zwei Jahre nach Kriegsbeginn, erstmals eine Annäherung zwischen der Romandie und der Deutschschweiz aus. Und sie hat zur Folge, dass die Schweizer Regierung das Neutralitätskonzept neu definiert.

Mehr zur Oberstenaffäre im Special von SRF DOK.

Team

Autor: Hansjürg Zumstein
Regie Spielszenen: Daniel von Aarburg
Musik: Manuel Benz
Kamera : Quinn Reinann, Tom Kubiak
Schnitt: Dave Leins
Produktionsverantwortung: Monika Zingg
Redaktion: Nathalie Rufer
Leitung: Marius Born

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