Der Wille zum Mitgestalten

  • Mittwoch, 21. Oktober 2015, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 21. Oktober 2015, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 22. Oktober 2015, 5:10 Uhr, SRF 1
    • Montag, 26. Oktober 2015, 11:15 Uhr, SRF 1
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Der Film erzählt von Migrantinnen und Migranten, die sich mit Elan in der Schweizer Politik engagieren. Er zeigt den biographischen und politischen Werdegang dieser Politikerinnen und Politiker.

Ein Film von Yusuf Yeşilöz

Die einen kamen schon als Kinder in die Schweiz und mussten miterleben, wie die hiesige politische und soziale Entwicklung an ihren Eltern vorbei geschieht. Die anderen kamen als Erwachsene mit einem Rucksack von Lebenserfahrung aus ihren Herkunftsländern. Gemeinsam ist ihnen der starke Wunsch, sich in die politische Auseinandersetzung einzubringen.

Immer mehr Migrantinnen und Migranten engagieren sich in der Schweizer Politik. Von den Wahllisten sind ausländisch klingende Namen nicht mehr wegzudenken, auch wenn sie in vielen Fällen nur als Listenfüller aufgeführt sind. Sie sind Brückenbauer: Sie kamen als Kinder oder junge Erwachsene in die Schweiz und kennen die hiesige Politiklandschaft gut. Sie sind mit den Lebensgeschichten der Migranten bestens vertraut und können deshalb in der Integrationsdiskussion zur Klärung beitragen. Manchmal ist der Mangel an Sprachkenntnissen ein Stolperstein aber keinesfalls lassen sie sich in eine Ecke abdrängen. Die eigenen Landsleute für die hiesige Politik zu interessieren, bleibt eine grosse Herausforderung.

Der eigene kulturelle Hintergrund und die Erfahrungen in zwei Welten stellen in ihrer politischen Arbeit grosse Vorteile dar. Schriftsteller und Dokumentarfilmer Yusuf Yeşilöz begleitet in seinem neuen Dokumentarfilm Sibel Arslan, Rupan Sivaganesan, Haşim Sancar und Yvette Estermann, Politiker, die aus unterschiedlichen Ländern in die Schweiz eingereist sind und verschiedenen Parteien angehören.

Er geht mit ihnen der Frage nach, welche Herausforderungen sich den emigrierten Personen stellen. Seine Protagonisten wurden auf Anhieb mit einem guten Resultat gewählt - sehr zur Überraschung für sie selber und ihrer Partei. Zuerst zwar unerfahren, wuchsen sie bald in die politische Auseinandersetzung hinein. Sie erhalten Stimmen quer durch die verschiedenen Parteien hindurch. Das Schubladisieren legt ihnen Steine in den Weg. Trotzdem sind sie seit vielen Jahren aktiv mit dabei und hegen Ambitionen für weitere politische Ämter. Ihren Migrationshintergrund betrachten sie als Chance und als neue Ressourcen für die Schweizer Politik.

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