Strahlendes Erbe

  • Donnerstag, 19. März 2015, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 19. März 2015, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 20. März 2015, 1:45 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 20. März 2015, 11:15 Uhr, SRF 1
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In der Schweiz wird seit 1978 nach einem Endlagerort für hochradioaktive Abfälle aus unseren AKWs gesucht. Bisher jedoch vergeblich. Von Anfang an bei der aufwändigen Suche mit dabei war der international anerkannte Experte Charles McCombie, der seit über 30 Jahren im Aargau lebt.

Ein Film von Edgar Hagen

Der Film begleitet den Nuklearphysiker weltweit zu verschiedenen möglichen Standorten und stellt ihm – aber auch Endlagerkritikern – die Frage: Gibt es die Mülldeponie für die Ewigkeit? Und wenn ja, wo?

Ununterbrochen wird atomarer Restmüll produziert

In den letzten 60 Jahren haben sich rund um die Welt mehr als 350‘000 Tonnen hochradioaktive Abfälle angesammelt. Sie müssen für Tausende von Jahren für Mensch und Umwelt unschädlich an einem sicheren Ort endgelagert werden.

Doch ein Endlager existiert bis heute nicht, Atomkraftwerke werden weiter gebaut, und die Produktion von atomarem Restmüll wird ununterbrochen fortgesetzt.

Eine Suche nach dem sichersten Ort der Erde

Der in der Schweiz lebende Nuklearphysiker und international renommierte Endlagerexperte Charles McCombie gibt dem Filmemacher Edgar Hagen Einblick in sein hartnäckiges Ringen, den dereinst sichersten Ort der Erde zu finden. Seine weltweite Suche nach einem Endlager führt ihn an die unterschiedlichsten Orte: In Schweizer Felsgrotten, ins dicht besiedelte Zürcher Weinland, in die chinesische Wüste Gobi und zum heiligen Berg in einem US-Indianerreservat.

Gezeigt wird auch ein umstrittenes und inzwischen verworfenes Projekt, das vorsah, in einer australischen Steppe hochradioaktiven Atommüll aus der ganzen Welt, auch aus der Schweiz, zu vergraben.

Die Bevölkerung zweifelt und hat Angst

Der Film dokumentiert die geheime Ankunft eines Atommüllfrachters in Japan und blickt in eine schwedische Gemeinde, die sich aus Überzeugung für ein Endlager auf ihrem Gebiet entschieden hat. Bei einer Gemeindeversammlung auf dem Bözberg im Kanton Aargau dagegen treten Zweifel und Ängste der Bevölkerung zu Tage.

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle bringt fixe Weltbilder ins Wanken, führt an die Grenzen der Wissenschaft und dessen, was sich gesellschaftlich verantworten lässt. Eine schnelle Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Auch nicht, wenn die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) nun, wie sie vor kurzem bekanntgegeben hat, ihre Abklärungen auf bloss noch zwei Schweizer Standorte fokussieren möchte.

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  • Wohin mit dem Atommüll? (Artikel enthält Video)

    Wohin mit dem Atommüll?

    Filmautor Edgar Hagen begleitet Atom-Physiker und andere Wissenschaftler auf der Suche nach dem sichersten Ort der Erde.

    18.3.2015

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13 Kommentare

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    • , Baden

      Freitag, 10.04.2015, 15:34

      Die ganzen Probleme bei der Suche nach einem Endlager lassen sich doch in einem Satz zusammenfassen: "Auf keinen Fall bei uns!"

    • , Chur

      Sonntag, 22.03.2015, 22:47

      Mit der Schweizer Dachfläche kann prinzipiell doppelt so viel Strom erzeugt werden, wie mit den 5 Schweizer AKW. Bayern hat bereits 2013 über 10 GW Photovoltaik auf seinen Dächern installiert. Damit wird vier mal so viel Strom produziert wie mit dem AKW Mühleberg. Dänemark hat bereits letztes Jahr knapp 40% des Dänischen Strombedarfes alleine mit Windenergie gedeckt. Neue AKW sind teurer als erneuerbare Energien, selbst wenn Rückbau und Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle gratis wäre.

    • , 5070

      Sonntag, 22.03.2015, 20:36

      Bomben und Brennstäben?????? Ein überstimmter Entsorgungsbefürworter des solothurnischen Niederamtes.....