Vegan – von Menschen und anderen Tieren

  • Donnerstag, 18. Dezember 2014, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 18. Dezember 2014, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 19. Dezember 2014, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 19. Dezember 2014, 11:15 Uhr, SRF 1

Immer mehr Menschen in der Schweiz entscheiden sich dafür, dass ihretwegen kein Tier mehr leiden oder sterben soll. Veganer verzichten aus ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Gründen auf den Konsum aller tierischen Produkte.

Ein Film von Helen Arnet

Sie essen kein Fleisch, keinen Fisch, keine Milchprodukte, keinen Käse, keine Butter, keine Eier, keinen Honig und verzichten in ihrem Alltag auch auf Leder, Wolle, Seide und Daunen. Wer sind diese Veganer, und warum haben sie sich für diesen unbequemen Weg entschieden?

Veganer Alltag mit Kind: Daniel und Corinna Pfister

«DOK» begleitet Daniel und Corinna Pfister mit ihrer einjährigen Tochter Melinda durch ihren veganen Alltag und porträtiert vegane Pioniere wie Walter Dänzer, der in seiner Firma Soyana seit bald 35 Jahren pflanzliche Alternativen zu Milch, Milchprodukten und Fleisch produziert. Für die staatliche Förderung einer rein pflanzlichen Ernährung setzt sich die neue politische Bewegung «Sentience Politics» ein. Mit einer im Sommer im Kanton Basel-Stadt lancierten Initiative soll die Einführung eines veganen Menüs in kantonalen Kantinen erreicht werden.

«DOK»-Autorin Helen Arnet begleitet «Sentience Politics»-Vordenker Adriano Mannino ins Schlachthaus von Metzger Martin Zimmermann in Gelterkinden. Dort will der Präsident des Metzgermeisterverbandes beider Basel dem Veganer Mannino zeigen, dass seine Schlachttiere nicht leiden müssen.

Lauren Wildbolz: Köchin, Künstlerin, Kochbuchautorin

Man sagt ihr nach, sie sei am Aufbauen eines veganen Imperiums – Lauren Wildbolz, Köchin, Künstlerin, Kochbuchautorin, ehemaliges Model und Bloggerin. 2010 eröffnete sie das erste vegane Restaurant in Zürich. Heute will sie mit ihrem Catering «Vegan Kitchen and Bakery» die Lust auf veganes Essen wecken. Denn die Umstellung auf eine rein pflanzliche Kost habe in ihrer Küche zu einer wahren «Geschmacksexplosion» geführt. Ihr Wissen gibt Lauren Wildbolz in diversen Kochkursen weiter.

Vegane Knochen für Hunde

Die Anzahl der Veganer in der Schweiz beruht auf Schätzungen – die beiden Vereinigungen «Swissveg» und «Vegane Gesellschaft Schweiz» gehen davon aus, dass sich in der Schweiz 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung konsequent vegan ernährt, in absoluten Zahlen also rund 40‘000 bis 80‘000 Personen. Mit der steigenden Zahl von Veganerinnen und Veganern vergrössert sich die Palette veganer Lebensmittel und Produkte: An der «Veganmania» in Winterthur zum Beispiel, gibt sich die vegane Szene der Schweiz ein farbenfrohes Stelldichein und beweist, dass Veganer sich nicht ausschliesslich von Früchten, Gemüse und Getreide ernähren – zu Entdecken gibt es rein pflanzliche «Fish and Chips», Hamburger, Kebab und Käseküchlein, milch- und eifreie Torten, Schokolade und Glacé und – für Hunde – sogar vegane Knochen.

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217 Kommentare

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    • , Dottikon

      Montag, 22.12.2014, 21:27

      Unsere Ernährungsweise hat sich über Tausende von Jahren entwickelt. Kann es da gesund sein, wenn Menschen von einem Tag auf den anderen die Ernährung komplett umstellen? Wenn sich Veganer so gut mit der Evolution von uns Menschen auskennen, sollten sie doch auch die Evolution unserer Ernährung beachten!

      • , Udligenswil

        Dienstag, 23.12.2014, 10:03

        @Mirjam: Dass die vegane Ernährung gesund ist, ist erwiesen. Egal welche Ernährungsform, sie muss einfach vielfältig und nicht zu Fett und Eiweisslastig sein, dann ist sie gesund. Die Ernährungsgewohnheiten von vor 100 Jahren waren wohl dem Veganismus näher als dem heutigen Wahnsinn. Alle Langzeitveganer, und die Tatsache dass der älteste Hund Veganer war, sollte eigentlich alle Zweifel wegräumen. Für jene, die immer noch zweifeln: https://www.peta.de/mediadb/veganismus_ernaehrung.pdf

    • , 3414 Oberburg

      Montag, 22.12.2014, 08:20

      Grüezi mitenand Der Film von Frau Arnet „Vegan – von Menschen und anderen Tieren“ hat uns sehr beeindruckt. Hoffentlich trägt er dazu bei, den weder ethisch noch ökologisch tragbaren Überkonsum von Fleisch zu reduzieren. Der DOK-Redaktion danken wir, dass sie diesen Film trotz mächtiger Fleisch- und Pelzlobby ausstrahlte. Mit bestem Gruss, Blanca und Martin Zogg

    • , baden

      Montag, 22.12.2014, 00:40

      Ein Luxusproblem; es gibt viele Menschen die verhungern und die diese Auswahl gar nicht haben. Ein Kind auf vegane Nahrung zu setzen ist meines Erachtens... Später im Leben kann nicht einfach umgestellt werden. Dies gilt auch für langjährige Vegetarier und für Veganer wohl unmöglich; kein Problem so lange man in der Schweiz bleibt.

      • , Udligenswil

        Montag, 22.12.2014, 11:50

        Veganismus ist alles andere als ein Luxusproblem. Unser hoher Tierproduktproblem ist hingegen eine Luxuserscheinung - das kann doch nicht so schwer zu kapieren sein oder?. Was hat man in der Schweiz während der Kriegszeit in hohem Masse angebaut? Kartoffeln! z.B. in Brasilien sind schon viele Familien am verzweifeln, weil ihnen an sehr vielem fehlt. Schuld sind die riesigen Sojaplantagen für unsere Nutztiere. Da gelobe ich mir mein Sojagenuss aus D-A-CH. Veganismus wirkt GEGEN den Hunger.