Afrika: Vom Hexenkraut zu Hightech-Medikamenten

Jahrzehntelang zeigten internationale Pharmamultis kein Interesse an Krankheiten armer Länder. Forschung und Produktion von Medikamenten, beispielsweise gegen Malaria, wurden aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Nun nimmt Afrika die Entwicklung von Medikamenten selber in die Hand.

«Nur wer es sich finanziell leisten kann, erhält die notwendige Behandlung»: Elisha Sibale in seinem Büro.
Bildlegende: «Nur wer es sich finanziell leisten kann, erhält die notwendige Behandlung»: Elisha Sibale in seinem Büro. Peter Jaeggi

Wenn lebensrettende Medikamente fehlen, übernehmen in Afrika traditionelle Heiler mit Hokuspokus-Methoden das Feld. Zudem taugt dort nicht jedes Medikament, das bei uns wirkt.

Doch das Bild der vernachlässigten Krankheiten wird nach und nach korrigiert: Denn Afrika entwickelt zunehmend eigenständig neue Medikamente und schliesst somit lebensrettende Lücken.

Internationale Initiativen der Privatindustrie gemeinsam mit der öffentlichen Hand sind vielversprechend. Diesen Monat beginnt in Tansania ein neues Institut seine Arbeit. Erstmals kann das Land neue Medikamente am Menschen selber testen. Ein Projekt, das mit Unterstützung des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institutes entstand. Der «Doppelpunkt» von Peter Jaeggi zeigt die Bedeutung dieses Aufbruchs am Beispiel Tansania. Es ist ein steiniger Weg.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Peter Jaeggi